„Sechshundert Warm“ (2024)

Doreen Kaltenecker
Letzte Artikel von Doreen Kaltenecker (Alle anzeigen)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der Kurzfilm „Sechshundert Warm“ von Oskar Stolovits, der im Programm der 58. Hofer Filmtage 2024 lief, ist eine Mockumentary über den deutschen Wohnungsmarkt und die Offenheit von manchen Pärchen.

Carina (Jule Peuckmann) und Lasse (Franz Warnek) wollen etwas Geld sparen und gleichzeitig etwas Spaß haben und beschließen deshalb, ihr BDSM-Zimmer zu vermieten. Als der potentielle Mitbewohner Theo (Frederik Krischer) vorbeikommt, sieht es erstmal gut aus, doch dann läuft alles aus dem Ruder. 

Nach einem Drehbuch von Jule Peuckmann, die auch eine Hauptrolle übernahm, entstand eine amüsante Geschichte über das Vermieten eines ungewöhnlichen Zimmers und wie sexuelle Offenheit auch mal zu Chaos führen kann. Unter der Regie von Oskar Stolovits und der Produktion von Helen Haase entstand an der Filmakademie Baden-Württemberg eine Mockumentary, die sich im besten Sinne nicht ernst nimmt, aber gleichzeitig ein wichtiges Thema – den überteuerten Wohnungsmarkt – zur Sprache bringt. Die falsche Dokumentation wurde stilsicher vom Filmteam, u.a. auch Tillmann Seiffert (Bildgestaltung) und Gianna Staude (Montage) als Kammerspiel mit drei spielfreudigen Darsteller:innen umgesetzt. 

Fazit: „Sechshundert Warm“ ist eine Mockumentary von Oskar Stolovits, die ihre Geschichte stilsicher mit viel Humor, Übertreibungen erzählt und dabei gesellschaftliche Probleme aufzeigt.

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

Kommentar verfassen