„Cross My Heart and Hope to Die“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Philippinen / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der philippinische Kurzfilm „Cross My Heart and Hope to Die“ von Sam Manacsa, der bereits in Venedig 2023 seine Premiere feierte und nun im Internationalen Wettbewerb des 40. interfilm Festivals Berlin 2024 zu sehen war, erzählt die Geschichte einer Begegnung.

Mila (Jorrybell Agoto) ist unzufrieden mit ihrer Arbeit und mit ihrem Leben. Doch ein zarter Funken Hoffnung entsteht, als sie immer wieder Kontakt mit einem Mann (Vincent Kevin Pajara) hat, der anfänglich immer den Chef sprechen will. 

In 17 Minuten erzählt Sam Manacsa, die auch das Drehbuch zu ihrem zweiten Kurzfilm schrieb, von traurigen und verzweifelten Menschen. Eine erschütternde Erzählung aus dem Bekanntenkreis inspirierte die Filmemacherin zu ihrem Film. Im Zentrum der Geschichte steht eine junge Frau, die unzufrieden ist, aber auch keinen Ausweg aus ihrer Misere sieht. So werden die Zuschauenden zunächst durch eine drastische Szene in das Geschehen und in die Gefühlslage der Protagonistin hineingeworfen. Dann folgen wir ihr bei ihren vorsichtigen Schritten Richtung Hoffnung. Doch der finale Clou erschüttert zutiefst und lässt einen nachdenklich zurück. Die Inszenierung ist dabei sehr realitätsnah und arbeitet mit entfernten Kamerapositionen. Die Zuschauer:innen sind nur selten nah an den Protagonist:innen dran und der Laden wird in der Totalen eingefangen, so diese selbst einen Fokus setzen können. Die Rollen sind dabei sehr gut besetzt, so dass es gar keine Nahaufnahme benötigt, um zu fühlen, was sie empfinden und das ist eine große Stärke des Films. 

Fazit: „Cross my Heart and Hope to Die“ ist ein berührender Kurzfilm der philippinischen Filmemacherin Sam Manacsa. Sie schafft es, das Gefühl von Schwermut und Einsamkeit durch ihre gelungenen Filmaufnahmen und mit einer überraschenden Geschichte spürbar zu vermitteln.

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „Cross My Heart and Hope to Die“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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