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Filmkritik: Der französische Kurzfilm „The Border“, der im Kurzfilmwettbewerb des 35. Filmfestival Cottbus 2025 zu sehen war, ist der erste Spielfilm von Daria Sliusarenko, die darin die eigenen Erfahrungen und die Zeit der Mobilmachung Russlands verarbeitet.
Drei junge Männer sind auf dem Weg nach Kasachstan. An der Grenze werden sie von russischen Offizieren kontrolliert, denn die Mobilmachung der russischen Armee verbietet eine Ausreise. Petja (Dima Kurocking) steht auf der Liste derjenigen, die das Land nicht verlassen dürfen, doch es gelingt ihm noch einmal zu entkommen.
Die aus Russland stammende Regisseurin und Dokumentarfilmerin Daria Sliusarenko („Joy“) erzählt in dem 13-minütigen Kurzfilm von der Zeit der Mobilmachung der russischen Armee und wie viele Menschen (auch ihr Ehemann) nach Kasachstan flohen. Realisiert hat sie den Film in der Zeit, in der sie selbst in Kasachstan gelebt haben.
Mit einem hohen Realismusanspruch und einem geringen Budget schufen sie einen Spielfilm, der die jüngeren Ereignisse beleuchtet und einfängt, wie es sich angefühlt hat. Sie macht dabei klar, wie schnell aus einem normalen Leben das Leben eines Flüchtlings werden kann. Das Publikum fiebert mit Petja, gut gespielt von Dima Kurocking, die ganze Zeit mit und begleitet ihn so mit Sympathie auf seinem ungewissen Weg.
Fazit: „The Border“ ist ein packender Kurzfilm von Daria Sliusarenko, der eine aktuelle Fluchtgeschichte erzählt. Mit einem authentischen Look und einem guten Hauptdarsteller zieht der Film einen in den Bann und beleuchtet einen Aspekt des russischen Angriffskriegs.
Bewertung: 3,5/5
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 35. Filmfestival Cottbus 2025 – Katalog (Programm ‚Kurzfilmwettbewerb‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Sechs Fragen an Daria Sliusarenko‘, testkammer.com, 2025
- Eintrag des Kurzfilms „The Border“ bei der Uni France
