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Filmkritik: Der schwedische Kurzfilm „I Want to Know What Love Is“ von Hannah Järgenstedt, der im Internationalen Wettbewerb des 41. interfilms 2025 zu sehen war, ist ein Geschichte über unglückliche Liebe in einem ungewöhnlichen Gewand.
Hanna (gesprochen von Tuija Roberntz) hat in Berlin ein Treffen mit einem DJ, den sie in Schweden kennengelernt hat. Doch leider verpasst sie ihren Zug und schlägt sich nun mit einer Mitfahrgelegenheit bis nach Berlin durch. Voller Erwartungen begibt sie sich auf die Reise. Aber vielleicht wartet am Ende doch nicht das große Glück auf sie?
Mit einem Mix aus Video-Collagen und Pappmache-Puppen erzählt die schwedische Regisseurin Hanna Järgenstedt nach einem eigenen Drehbuch von einer jungen Frau, die sich auf eine Reise von Stockholm nach Berlin macht. Ursprünglich wurde der Film für eine Kunstausstellung in Stockholm konzipiert, wo es die Möglichkeit gab, den Film in
einem aus Pappmache nachgebauten Auto anzusehen. Der halbdokumentarische Kurzfilm fängt das typisch Deutsche wunderbar ein, sei es durch den Fahrer (Peter Grundmann) oder andere Begegnungen entlang der Autobahn. Auf ihrer Reise beschäftigt sich die Protagonistin Hanna aber nicht nur mit den Eigenarten der Deutschen, sondern auch mit ihren eigenen Gefühlen. Welche Hoffnungen und Wünsche stecken in dem Trip nach Berlin? Und ist Liebe ein guter Motor für Veränderungen? Für ihre siebenminütige Geschichte verwendet die Regisseurin eigene Aufnahmen einer Fahrt nach Berlin und erzählt mit Pappmache-Figuren, die irgendwie hässlich und trotzdem liebenswert sind, die Geschichte. Der Film besitzt durch seine authentisch wirkenden Sprecher:innen und die Fahrt-Aufnahmen sowie das Einfangen authentischer Erlebnisse beinahe etwas
Dokumentarisches. Hinzu kommt ein gelungenes Sounddesign und die Musik von Konrad Ilke, die einen treibenden Beat zur Geschichte liefert.
Fazit: Hanna Järgenstedt verbindet in „I Want to Know What Love Is“ dokumentarische Aufnahmen, Collagen, Animationen mit Fragen nach (unerwiderter) Liebe auf verspielte und kreative Weise und schuf damit einen unterhaltsamen Kurzfilm.
Bewertung: 3,5/5
Trailer zum Kurzfilm „I Want to Know What Love Is“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- Doreen Kaltenecker, ‚Sieben Fragen an Hanna Järgenstedt‘, testkammer.com, 2025
- Kurzschluss, ‚Begegnung mit Hanna Järgenstedt – Regisseurin von „I want to know what love is“‘, arte.tv, 2025
- Eintrag des Kurzfilms „I Want to Know What Love Is“ beim Indie Lisboa Festival
- Eintrag des Kurzfilms „I Want To Know What Love Is“ auf der Website der Regisseurin Hanna Järgenstedt