“Criminal Activities” (2015)

© Tiberius Film GmbH

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Filmkritik: Der amerikanische Schauspieler Jackie Earle Haley machte in den 70er Jahren mit Filmen wie “Die Bären sind los” (1976) als Kinderstar Karriere. Danach verschwand er für lange Zeit von der Leinwand und tauchte im neuen Jahrtausend in vielen Nebenrollen wie in “Little Children” (2006) und “Shutter Island” (2010) wieder auf. Zudem gelangte er in Fan-Kreisen noch zu einer gewissen Bekanntheit durch seine Hauptrollen als Rorschach in “Watchmen: Die Wächter” (2009) und als Freddy Krueger in der Neuverfilmung von “A Nightmare on Elm Street” (2010). Mit dem Film “Criminal Activities” (OT: “Criminal Activities, US, ”2015) erfüllt er sich nun einen Traum, den er seit Kindheitstagen hegt: Einmal selbst Regie zu führen.

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Auf einer Beerdigung treffen sich die vier ehemaligen Klassenkameraden Zach (Michael Pitt), Warren (Christopher Abbott), Bryce (Rob Brown) und Noah (Dan Stevens) wieder. In der darauffolgenden Besäufnis-Trauerrunde erzählt einer aus der Gruppe von einem lukrativen Insidertipp. Dafür brauchen sie nur das nötige Startkapital, was sie sich kurzerhand von dem örtlichen Gangster Eddie (John Travolta) leihen. Als sich die Investition als Fehlentscheidung entpuppt, zwingt Eddie sie, seine Handlanger zu werden und den Kriminellen Marques (Edi Gathegi) zu entführen, um ihm wertvolle Informationen zu entlocken.

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Mit seinem Regiedebüt mit dem Drehbuch von Robert Lowell möchte Jackie Earle Haley all die Filme verehren, die er scheinbar sehr schätzt. Die Regisseure Quentin Tarantino und Guy Ritchie sind als Vorbilder klar auszumachen. Dabei schafft er es, stimmige und coole Bilder zu erzeugen. Er setzt die Musik gut ein und gibt dem Film einen markigen Eindruck. Leider wirkt die Optik stellenweise zu sehr gewollt. Doch die größten Schwächen liegen in der Geschichte selbst: Es gibt keine sympathischen Figuren, für deren Schicksal man sich interessieren würde. Zudem ist die Story absichtlich überaus tricky und undurchschaubar konstruiert. Dies kann beim Zuschauer Frustpotential und Langeweile entstehen lassen, weil die Geschichte dadurch bis zum Ende überaus simpel wirkt. Im Gesamten wird das Debüt aber bestimmt den einen oder anderen Zuschauer finden, da es sich souverän zwischen Heist- und Mafiafilm bewegt und coole Bilder bietet. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen. Neben dem talentierten Michael Pitt (bekannt aus “Funny Games” (2007) und “Die Träumer” (2003)) ist die Besetzung mit John Travolta (“Grease” (1978), “Pulp Fiction” (1994)) gelungen, da schon allein durch seine Präsenz diverse Anspielungen gemacht werden.

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Fazit: Der Spielfilm “Criminal Acitivities” ist ein akzeptables Debütstück von Haley. Er liefert markige Kerle und coole Bilder. Aber die manchmal zu gewollte Inszenierung und die ständige Referenzierung auf Vorbilder könnte den einen oder anderen Besucher verdrießlich stimmen. So ist er insgesamt solide, aber leider etwas blutarm.

Bewertung: 5,5/10

Kinostart: 31.03.2016

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Pressematerial von Tiberius Film

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