“Let her out” (2016)

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Filmkritik: Der kanadische Spielfilm “Let her out” (OT: “Let her out”, Kanada, 2016) lief auf dem Cinestrange-Filmfestival 2016 im Wettbewerbsblock und konnte von den gesehenen Beiträgen mit solider Gruselunterhaltung überzeugen.

Seit ihrem schlimmen Unfall widerfahren Helen (Alanna LeVierge) immer wieder mysteriöse Dinge und sie leidet immer häufiger an Blackouts. Zusammen mit ihrer besten Freundin Molly (Nina Kiri) versucht sie der Sache auf die Spur zu kommen. Bei einem Arztbesuch stellt sich heraus, dass sie an dem Vanishing-Twin-Syndrom leidet. Das seltsame an ihrem Fall ist aber, dass dieser Zwilling sich unerklärlicherweise weiterentwickelt und versucht die Kontrolle über Helen zu übernehmen.

© Comingsoon

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Der zweite Spielfilm des Regisseurs Cody Calahan bewegt sich auf typischen Horrorpfaden. Der Film selbst bietet eine klare, geradlinige Geschichte, die auch mit überraschenden Wendungen schockieren kann, aber es vor allem schafft, die Zuschauer für das Schicksal der Hauptheldin zu interessieren. Das Drehbuch, welches von Cody Calahan und dem Schauspieler Adam Seybold verfasst wurde, schafft es die Qualen, unter denen Helen leidet, spürbar und emotional einzufangen. Während die Entwicklung des Zwillings vorangeht, wachsen auch der Schmerz und die Überforderung der Heldin, so dass man ihr einen Ausweg wünscht. Diese emotionale Bindung ist die Glanzleistung des Drehbuchs und gibt den Horrorelementen eine größere Wirkung. So bleibt der handwerklich gut gemachte und optisch gelungene Film bis zur letzten Minute spannend und kann auch Gore-Freunden am Ende einiges bieten. Im Gesamten ist “Let her out” eine sehenswerte, klassische Horrorkost, die den Zuschauer 90 Minuten lang in den Bann ziehen kann, aber vermutlich außerhalb von Festivals niemals das Licht von Leinwänden erblicken wird.

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Fazit: Der Horrorfilm “Let her out” bietet eine spannende Geschichte, die mit guten Effekten, einem passenden Look sowie einer emotionaleren Herangehensweise solide Unterhaltung liefert. Zwar wird der Film dabei nicht aus der Masse herausragen, aber ist vielen drittklassigen Horrorfilmen definitiv vorzuziehen.

Bewertung: 7/10

Kino-/DVD-Start: ohne Termin

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: Cinestrange 2016 – Programmheft

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