„A Hand to Hold“ (2025)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Die irische Dark Comedy von dem Regisseur Philip Clyde-Smith und der Drehbuchschreiberin Eliza Power, die im ‚Shock Block‘-Programm des 26. Landshuter Kurzfilmfestivals 2026 zu sehen war, erzählt was passiert, wenn die geliebte Person nach ihrem Tod einfach nicht loslassen möchte. 

Patrick (Murray McArthur) und Moira (Frances Barber) sind schon lange ein Paar. Als sie am Abend schlafen gehen, wissen sie noch nicht, dass sie am nächsten Tag ihre angefangene Schachpartie nicht zu Ende spielen werden. Am nächsten Morgen liegt Patrick bereits im Sterben, ihre Tochter Kathleen (Lisa O’Connor) ist zu ihnen gekommen und Moira hält in den letzten Minuten seine Hand. Aber als Patrick schlussendlich stirbt, lässt er einfach nicht ihre Hand los.

Was als etwas verkitschte Abschiedsszene eines älteren Liebespaar beginnt, endet in einem blutigen Body-Horror mit handgemachten Effekten. Das Drehbuch zu der Dark Comedy stammt von Eliza Power, die darin nicht nur mit Versatzstücken von Horrorfilmen spielt, sondern auch viel des ihr vertrauten irischen Humor einfließen lässt. Der Regisseur Philip Clyde-Smith inszeniert das Drehbuch als Kammerspiel mit nur vier wichtigen Personen. Dabei nimmt der Film in seinen 16 Minuten erst langsam Fahrt auf, um dann über ein paar witzige Ideen zu seinem blutigen Finale zu kommen. Dabei überzeugen nicht nur der Plot und der Humor, sondern auch die souveräne Inszenierung, das gelungene Spiel aller Darsteller:innen und vor allem die sehr gut gemachten Effekte. Die Arbeit und die Leidenschaft für das Handgemachte sieht man dem Film an und kann so auch optisch überzeugen. Ganz am Schluss gibt es dann noch eine wohltuende Empowerment-Szene, welche der Komödie das perfekte Ende schenkt.

Fazit: „A Hand to Hold“ ist ein Kurzfilm von Philip Clyde-Smith und der Autorin Eliza Power, der als Dark Comedy visuell wie auch storytechnisch wunderbar zu unterhalten weiß und neugierig auf weitere Arbeiten der beiden macht. 

Bewertung: 3,5/5

Trailer zum Kurzfilm „A Hand to Hold“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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