„Wish you were Ear“ (2025)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Der ungarische Kurzfilm „Wish you were Ear“ von Mirjana Balogh, der auf dem 26. Landshuter Kurzfilmfestival 2026 und im Programm des 38. Filmfest Dresden 2026 zu sehen war, ist ein farbenfroher Animationsfilm, der sich eine Metapher dafür ausgedacht hat, was es heißt, am Ende der Beziehung etwas von seiner ehemaligen zweiten Hälfte zu behalten. 

Eine junge Frau spürt und sieht am eigenen Körper die Trennungen von ihren Partner:innen über die Zeit. Sie fühlt sich nicht vollständig. Erst als sie jemandem begegnet, der ihr eigenes Ohr trägt, findet sie einen Weg zu sich selbst. 

Die ungarische Animationskünstlerin Mirjana Balogh schuf hier nach einem eigenen Drehbuch ihren ersten Animationsfilm. Der siebenminütige Kurzfilm kommt dabei ohne Worte aus und erzählt über die Bilder eine Geschichte von Beziehungen, Trennungen und Zusammenfinden und wie davon das eigene Selbstbild geprägt wird. Das Bild – der Tausch eines Körperteils – ist dabei eine gelungene Metapher, verschenken wir doch am Anfang der Liebe auch unser Herz. Das Ganze ist aber nicht kitschig, sondern ein selbstverständliches Element in dieser Beziehungswelt, welche Balogh erschaffen hat. Dabei muss man als Zuschauer:in zwangsläufig selbst an das Ende manch einer Beziehung denken und wie sich das eigene Bild dadurch verändert hat. In einem ansprechenden, uniquen Stil hat sie die Animationen realisiert, die von der Musik von József Iszlai untermalt werden.

Fazit: „Wish you were Ear“ ist ein Kurzfilm von Mirjana Balogh, der ein gelungenes Bild über Beziehungen, Trennungen und wie man sich selbst in diesen Phasen und Umbrüchen sieht, gefunden hat. In einem eigenen, farbintensiven Stil und mit einer perfekt abgestimmten musikalischen Untermalung spricht sie die Zuschauenden an und ist aufgrund der leichtfüßigen Inszenierung auch sehr unterhaltsam.

Bewertung: 3,5/5

Trailer zum Kurzfilm „Wish you were Ear “:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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