“Der Sammler der Augenblicke” von Quint Buchholz (1997)

© Hanser Verlag

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Buchkritik: Der erfolgreiche Illustrator und Autor Quint Buchholz wird jedem Literaturliebhaber, der sich auch für Illustrationen begeistern kann, ein Name sein. Seine künstlerischen Werke gibt es auch immer wieder in Ausstellungen zu sehen. Von seinen Illustrationen lebt auch sein Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke”.

Die Geschichte wird von einem erwachsenen Mann erzählt, der sich an einen Sommer erinnert, in dem er viel Zeit mit dem Maler Max verbracht hat. Jeden Tag hielt er sich in dessen Atelier auf, spielte für ihn Geige und Max erzählte ihm Geschichten. Als der Maler wieder einmal auf Reisen ging, durfte der Junge trotzdem seine Zeit im Atelier verbringen und entdeckte die besonderen Bilder des Malers.

Die Bilder stehen im Zentrum der Geschichte von Quint Buchholz und hier entfaltet er sein gesamtes Geschick. Die Bilder sind verträumt, magisch und schön. Die seltsamen Begebenheiten der Bilder erschließen sich jedem Betrachter unterschiedlich schnell und bringen ihn in eine andere Welt. Die Geschichte selbst ist ruhig erzählt und handelt von dem Erwachsenwerden und wie bestimmte Ereignisse das ganze Leben verändern können. Die Art der Erzählung und die melancholische Stimmung machen das Buch erst für ältere Kinder geeignet. Der Text und die Bilder besitzen eine gewisse Schwermütigkeit, wenn auch die Geschichte selbst positiv ist. Buchholz schafft es mit diesem reich illustrierten Kinderbuch eine besondere Art des Geschichtenerzählens zu erschaffen, die Menschen mit verträumten Herzen, Liebhaber von Illustrationen sowie Kinder und Erwachsene auf gleiche Weise ansprechen kann.

Fazit: Das reich illustrierte Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke” erzählt eine unaufgeregte Geschichte über den Sommer eines Jungen und wie dieser ihn formte. Die Illustrationen machen den Zauber des Buches aus und führen den Leser in eine fremde, verträumte Welt. Das Buch ist leicht von Melancholie durchzogen und richtet sich vor allem an ältere Kinder und Erwachsene, die hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

Bewertung: 4/5

ab 10 Jahre

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Hanser Literaturverlage / Quint Buchholz 

siehe auch Kritik zu “Schlaf gut, kleiner Bär”

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