“The Boss Baby” (2017)

© 20th Century Fox France

Filmkritik: Der neueste Dreamworks Animationsfilm “The Boss Baby” (OT: “The Boss Baby”, USA, 2017) nutzt seinen Ausgangspunkt – die Gefühle eines Kindes, wenn ein neues Geschwisterchen ins Haus kommt – für eine abenteuerliche und phantasievolle Geschichte.

Tim ist seit 7 Jahren der Star seiner Familie. Seine Eltern kreisen um ihn und er scheint das glücklichste Kind auf Erden zu sein. Doch eines Tages taucht ein kleiner Bruder auf. Das neue Baby spielt sich auf wie der Boss und nimmt die Eltern komplett für sich ein. Doch Tim erkennt, dass der neue Bruder mehr als nur ein Baby ist. Dieser trägt einen Anzug, spricht wie ein Erwachsener und ist ein Agent für Babycorp. Erst wenn dieser seine Mission erfüllt hat, verschwindet er wieder. So beschließt Tim, ihm zu helfen, um seine Eltern endlich wieder für sich zu haben.

© 20th Century Fox France

Der Animationsfilm basiert auf dem Bilderbuch “The Boss Baby” (2010) der amerikanischen Kinderbuchautorin Marla Frazee. Von diesem Buch inspiriert wird die Geschichte des Bossbabys weiter gesponnen. Der Regisseur Tom McGrath (u.a. bekannt für die “Madagaskar”-Filme (2005, 2008, 2012) und “Megamind” (2010)) und sein Drehbuchschreiber Michael McCullers bauten zusätzlich viele persönliche Erinnerungen mit ein, da sie das Gefühl des Buches – die Eifersucht auf ein neues Geschwisterchen – alle selbst erlebt hatten. So hat das Buch bereits beim ersten Lesen den Nerv von McGarth getroffen und damit ist der entstandene Film auch eine sehr persönliche Geschichte geworden und so auch ein Liebesbrief an seinen älteren Bruder. Sie entwickelten ein Drehbuch mit vielen persönlichen Erfahrungen, aber auch mit vielen fantastischen Elementen. Gerade letztere, die im Film als klassischer Zeichentrick eingebaut wurden, bereiteten den Filmemachern viel Freude, da sie sich vor den Klassikern dieser Gattung verbeugen konnten. Herausgekommen ist ein Animationsfilm, der gut unterhalten kann und vermutlich viele Altersschichten mit den unterschiedlichsten Aspekten anspricht. Während die teilweise sehr slapstickhafte Action vor allem jüngere Zuschauer begeistern kann, können sich die Älteren vor allem über das klischeehafte Boss-Baby mit all seinen Zitaten erfreuen. Besonders im Originalton, wo Alec Baldwin das Boss-Baby spricht, werden die Erwachsenen ihre Freude haben. Der Humor sowie der Look sind dabei recht wohlgefällig. Vor allem die 3D-Animationssequenzen, die den größten Teil des Films ausmachen, sind sehr bunt und kugelrund gelutscht, wobei es technisch dabei nichts zu bemängeln gibt. Die Zeichentrick-Sequenzen gehen dabei etwas unter. Im Gesamten bietet “The Boss Baby” solide Unterhaltung, die stellenweise etwas anstrengend ist, gerade wegen des Charakters des Babys, die aber ab und zu die Zuschauer zum Schmunzeln bringen kann. Es ist zwar nicht die beste Arbeit von Dreamworks, kann aber trotzdem gut unterhalten.

© 20th Century Fox Franceverfilm

Fazit: Der Animationsfilm “The Boss Baby” aus dem Hause Dreamworks unter der Regie von Tom McGrath liefert gute, wenn auch etwas zu übersteigerte Unterhaltung. Dabei vermischen sich Realitätsbezüge mit einer irrwitzigen Geschichte. Vor allem die Synchronisation des Babys durch Alec Baldwin soll zumindest im Original viel Freude bringen. Aber auch in der deutschen Synchronisation ist der Film souveräne Unterhaltung, kann aber mit den großen und besonderen Animationsfilme der letzten Jahre nicht mithalten.

Bewertung: 6/10

Kinostart: 30. März 2017, DVD-Start: 3. August 2017

Der Trailer zum Film:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Pressematerial von 20th Century Fox

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