Gesellschaftsspiel “Ein solches Ding” (1989)

Spieler: 2-8 / ab 12 Jahren / Verlag: Truant Verlag / Spieldauer: 60 Minuten

© Abacus Spiele

Spielekritik: Der schweizer Spieleerfinder Urs Hostettler, dem wir auch die Spiele “Anno Domini” (1998) und “Wie ich die Welt sehe” (2004) verdanken, hat bereits 1989 das Gesellschaftsspiel “Ein solches Ding” kreiert und kann damit bis heute kommunikative und kreative Spielegruppen erfreuen.

Das Kartenspiel erfordert auf dem Spielfeld selbst wenige Aktionen. In der Mitte entsteht durch jeweiliges Anliegen der Spieler eine Kartenreihe, die ein Ding beschreibt. Ob es klein oder zerbrechlich ist, ob es sich in Wasser auflöst oder man eine Giraffe drauf stellen kann, sind nur einige der möglichen Kriterien, um das Ding zu beschreiben. Jeder Spieler muss sich ein passendes Ding ausdenken und legt für sich stimmig eine weitere Charakterisierung dazu. Der nachfolgende Spieler hat nun die Möglichkeit, die Reihe fortzusetzen oder seinen Vorgänger anzuzweifeln. Wenn dieser nur geblufft hat, muss er Strafkarten ziehen, aber wenn er ein passendes Ding im Kopf hat, muss der Anzweifler dies an seiner Stelle tun.

© Abacus Spiele

Das Gesellschaftsspiel, was man gut in großen wie kleinen Gruppen spielen kann, bringt Freude und wilde Diskussionen an den Spieletisch. Dabei kann sich die Spielzeit manchmal weit über eine Stunde hinaus ausdehnen. Andererseits kann man das Spiel auch einfach beenden und einen Sieger über die Anzahl der Handkarten bestimmen. So eignet sich das Spiel für viele Anlässe, nur sollten alle Mitspieler Freude am kreativen (Aus-)Denken haben. Ist das Spiel erst einmal erklärt, bringen die einzelnen Runden Spannung, Grübelfreude und bei der Auflösung teils heftige Diskussionen und Auslegungsstreitereien mit sich. Die Idee ist dabei zeitlos, auch wenn das Design etwas in die Jahre gekommen ist. Im Gesamten ist das Gesellschaftsspiel “Ein solches Ding” ein rundes Erlebnis, auch wenn es sich manchmal ganz schön in die Länge ziehen kann und nur in der richtigen Runde Spaß macht. Doch wer Freude daran hat, dass der Kopf auch mal qualmt, ist mit dem Spiel gut beraten.

Bewertung: 3/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Das Spiel besitzt sogar einen Wikipedia-Eintrag 

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