„INSIDE“ (PC / PS4 / Xbox One, 2016)

© Playdead

Spielekritik: Als lang erwarteten Nachfolger des erfolgreichen Spiels „LIMBO“ veröffentlichte dessen Entwickler Playdead im Sommer 2016 „INSIDE“. Ob das Spiel gefällt, kann man in einer kostenlosen Demoversion ausprobieren, die zum Beispiel bei Steam erhältlich ist. Im Kern ist es ein Jump’n‘Run-Spiel mit vielen Rätseln, hat aber darüber hinaus noch einiges zu bieten.

Das Spiel beginnt fast genau wie Limbo. Ein kleiner Junge befindet sich mitten in einem Wald. Man erfährt wenig bis nichts über den Jungen und legt sofort los. Der wichtigste Unterschied zum Vorgänger ist, dass die Spielfigur schwimmen und kurzzeitig tauchen kann. Im Spielverlauf ändert sich das an späterer Stelle noch, was einen anderen Levelaufbau ermöglicht.

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Die Steuerung ist sehr einfach und erfolgt über Tastatur oder Gamepad. Außer den Bewegungen der Spielfigur gibt es lediglich eine weitere Aktionstaste bzw. eine zusätzliche Sprungtaste auf dem Gamepad. Die Steuerung funktioniert mittels Tastatur einwandfrei, mit einem Xbox 360 Controller hat man zusätzlich an etlichen Stellen Vibrationseffekte, die einen noch tiefer ins Spielgeschehen hineinziehen (sollen).

Das Besondere an dem Spiel ist seine großartige Atmosphäre. Diese erinnert wieder stark an Limbo, ist aber noch etwas intensiver. Alles ist sehr minimalistisch, etwa die kaum vorhandene Musik im Spiel oder die Grafik mit nur wenigen Farben. Umso intensiver kommen dafür an schwierigen Stellen die Soundeffekte zur Geltung. An vielen Stellen sieht man liebevoll gestaltete Details, etwa eine Kükenherde. Kritisiert wurde oftmals die recht kurze Spieldauer, das rätselhafte Ende und dass nach einmaligem Durchspielen kaum Grund besteht, das Spiel noch ein weiteres mal zu spielen. Es bleibt aber zumindest die Motivation, das Spiel durchzuspielen, ohne nur ein einziges Mal zu sterben. Das dürfte schwer zu schaffen sein, ist aber nicht unmöglich. Generell hat man unbegrenzt Leben und Zeit zur Verfügung, sammelt auch keine Gegenstände oder Gesundheitspunkte. Es gibt in den Levels aber einige Secret Places, die einem letztlich den Zugang zu einem alternativen Ende ermöglichen.

Fazit: Wer LIMBO bereits kennt und mag, sollte den Nachfolger kaufen und spielen. Allen anderen sei empfohlen, die anfangs erwähnte Demoversion anzuspielen und dann zu entscheiden, ob sich der Kauf der Vollversion lohnt. Als Alternativen bieten sich LIMBO und Little Nightmares an. Falls man Wert auf 3D-Grafik legt, über einen leistungsfähigen PC verfügt und Horror mag, kann man eventuell auch das kürzlich erschiene The Land of Pain als mögliche Alternative in Betracht ziehen. Auch dafür gibt es eine kostenlose Demo bei Steam.

INSIDE_03

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Bewertung: 5/5

geschrieben von Alexander Jäkel

Quellen:

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