Fünf Fragen an Maïté Schmitt

Interview: Im Interview erzählt uns die Filmemacherin und Illustratorin Maïté Schmitt, wie sie ihre Geschichte von dem Kurzfilm “A Priori”, dem im Kinderprogramm der 28. Bamberger Kurzfilmtage lief, fand und wer und was sie inspiriert hat.

Der Animationsfilm “A Priori” ist ein entzückender Kurzfilm, Wie hast Du die Geschichte dafür entwickelt?

Ich habe immer Fledermäuse geliebt und ich lese immer gerne Artikeln über diese Tiere. Eines Tages habe ich zufällig einen Artikel  im Internet gefunden. Er war ganz kurz und ich wusste auch nicht ob, es der Wirklichkeit entsprach.

Er handelte davon, dass in einer alten Bibliothek in Portugal, Fledermäuse frei und ohne Probleme leben können. Tatsächlich essen Fledermäuse die Motten und verteidigen so die alten und wertvollen Bücher. Ich fand es schon ein bisschen erstaunlich, aber auch sehr interessant. Viele Leute hatten Angst um die Bücher und würden die Fledermäuse nicht tolerieren. Es war schön zu lesen, wie da Tiere und Menschen zusammen leben.

Es ist speziell ein Film für ein junges Publikum. Welche Botschaft lag Dir besonders am Herzen? Und hegst Du auch eine Schwäche für alte Bücher und deren Erhalt?

Mit dieser Geschichte wollte ich von Vorurteilen reden. In Frankreich, haben wir ein Sprichwort „Ne jugez pas un livre à sa couverture“. Das heißt, dass man ein Buch nicht nach dem ersten Blick verurteilen sollte. Ich wollte also dieses Sprichwort in einer Geschichte für Kinder illustrieren. Leider ist dieses Thema immer aktuell: Man denkt, dass man von manchen Leuten schon alles weiß, ohne sich richtig Zeit zu nehmen, sie richtig kennenzulernen.

Fledermäuse sind da ein gutes Beispiel. Sie werden sehr oft schlecht dargestellt. Viele Menschen haben Angst vor ihnen. Aber Fledermäuse sind wichtig für die Umwelt und sind zudem eigentlich eines der besten Schädlingsbekämpfungsmittel!

Ich lese sehr viel und ich habe immer Bücher als Objekte sehr interessant gefunden. Alte Bücher und deren Erhalt sind mir sehr wichtig. Zudem finde ich auch, dass alte Bibliotheken sehr spannende Orte sind.

Dein Zeichenstil ist recht klassisch. Hast Du selber Vorbilder in Filmen oder Büchern?

Ich mag traditionelle Zeichentrickfilme: alte Disney Filme, Michel Ocelots Filme [Anm. d. Red.: die Kiriku-Reihe (1998-2012)], aber auch die Werke von Tim Burton. Ich liebe auch Illustrationen von Tomi Ungerer  [Anm. d. Red.: bekannt u.a. für “Mondmann” (2006)] und Marc Boutavant [Anm. d. Red.: Illustrator vieler Kinderbücher, wie der Kinderbuchserie “Mouk” (ab 2002)].

Kannst Du mir ein bisschen von Dir erzählen? Wann hast Du deine Leidenschaft für Animation und Film entdeckt?

Ich habe schon als Kind gerne gezeichnet und Geschichten erfunden. Später habe ich Animationen für mich entdeckt und war davon begeistert. Ich habe 2D-Zeichentrickfilmtechnik in Frankreich gelernt und bin dann zur Filmakademie [ Filmakademie Baden-Württemberg] gegangen um meine Kenntnisse zu erweitern. Ich arbeite jetzt als Illustratorin für Kinderbücher und als 2D-Animatorin.

Wie wird es bei Dir weitergehen? Kann man sich auf nächste Filme freuen und bleibst Du Deiner Zielgruppe treu?

Ich weiß nicht genau, wie es jetzt weiter gehen wird. Alles ist noch sehr offen. Allerdings würde ich mich freuen, weiter für Kinder Geschichten zu entwickeln! Ich versuche gerade verschiedene Projekte für Kinderbücher auszuarbeiten. Mein Ziel ist auch aus “A Priori” ein Bilderbuch zu machen.

Die Fragen stellte Doreen Matthei

Lies auch unsere Rezension des Kurzfilms “A Priori

Ein Gedanke zu “Fünf Fragen an Maïté Schmitt

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