„Was ’ne Frage“ (2017)

ab 15 Jahre / 3-6 Spieler / 30-40 Minuten / Czech Game Edition / 17,99 €

Cover des Spiels „Was'ne Frage“

© Czech Game Edition

Spielekritik: Was würde man mehr vermissen – Wälder oder Nudeln? Mit solchen und anderen Fragen beschäftigt man sich in dem Kommunikations-Brettspiel „Was ‘ne Frage!“ des mittlerweile recht bekannten tschechischen Spieledesigners Vlaada Chvatil.

Die Eichhörnchen liefern sich ein Wettrennen, um als erste auf die Spitze des Berges zu gelangen. Um dort hinauf zu kommen, muss man seine Mitspieler gut einschätzen können. Jeweils ein Mitspieler stellt einem anderen Spieler eine Entweder-Oder-Frage aus einer der drei Kategorien ‚Was würdest Du mehr vermissen?‘, ‚Was nervt Dich mehr?‘ oder ‚Was würdest Du lieber tun?’. Die restlichen Spieler müssen die Antwort einschätzen und können damit unterschiedlich viele Punkte erzielen. Mit wechselndem Fragensteller und Befragten geht es dann der Bergspitze entgegen, was bestimmt die ein oder andere Überraschung oder Offenbarung parat hält.

Aufbau des Spiels „Was'ne Frage“

© Czech Game Edition

„Was ’ne Frage“ stammt aus der Hand des tschechischen Spieledesigners Vlaada Chvatil (*1971), dem wir u.a. die „Codenames“-Reihe verdanken, mit u.a. dem Gewinner des Preises ‘Spiel des Jahres’ aus dem Jahr 2016: „Codenames“. Auch bei seinem neuesten Spiel entschied er sich für ein Kommunikationsspiel. Dabei verwendet er das klassische Spielprinzip, bei dem man seinen Mitspielern außergewöhnliche Fragen stellt, die diese beantworten müssen, wie man es bereits von „Privacy“ (2004) und anderen Konsorten kennt. Spielspaß bringt er dadurch herein, dass man die Fragen individuell in einem gesteckten Rahmen variieren kann, so dass sie noch besser zum Befragten passen. Hinzu kommt das Element, dass man immer wieder jemand anders fragen muss, so dass es für alle Beteiligten nicht langweilig wird. Trotzdem kann es zu Längen kommen, vor allem wenn Spieler zu lange für die Entscheidungsfindung brauchen. Der andere Nachteil ist die überschaubare Anzahl an unterschiedlichen Fragebestandteilen, denn so sind schon nach wenigen Partien einige Fragen doppelt aufgetaucht und das Spiel wird, zumindest immer in der gleichen Besetzung, recht schnell verbraucht. Doch bis dahin kann es sehr gut unterhalten und Neues zu Tage fördern. So eignet es sich im kleinen Kreis, durch schnelleres Vorankommen, auch fast besser als für größere Party-Runden. Das Spiel zu erlernen ist unkompliziert und die Spielanleitung hält auch einiges an Humor für den Spieleleiter parat. Das Design des Spiels stammt aus der Hand des Illustrators Sören Meding, ist knallig bunt und macht Eichhörnchen zu seinen Hauptcharakteren. Nur die Felder des Spielbretts  sind etwas zu klein geraten. Auch kann man sich vorstellen, dass das Design schlecht altert, weil es sich für eine sehr zeitgemäße Optik entschieden hat. Im Gesamten funktionieren Spielprinzip und Design gut zusammen und können bestimmt für einigen Stunden gute Spielunterhaltung mit einigen Aha-Elementen sorgen.

Fazit: Das Kommunikationsspiel „Was’ne Frage“ aus der Hand des Codenames-Spieledesigner Vlaada Chvatil ist eine gelungene Variante des Fragestellen-Spielprinzips, so dass es sich für gesellige Runden eignet, in denen man seine Mitspieler besser kennenlernen kann. Einzigster Wermutstropfen: das Spiel bietet mit seinen Karten nicht genügend Auswahl für häufigen Spielgenuss, sodass man recht schnell an einem Punkt ankommt, an dem einen Vieles schon vertraut erscheint. Doch bis dahin kann man einige amüsante Partie damit erleben.  

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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