„Menuett“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2019

Filmkritik: „Menuett“ ist der neueste Film des Filmemachers Felix Karolus und feierte bei der Eröffnung des 20. Landshuter Kurzfilmfestival seine Weltpremiere.

Charlotte (Senta Berger) lebt, nachdem ihr Mann gestorben ist und die Kinder ausgezogen sind, allein in einem großen Haus. Eines Tages steht ein Fremder (Thomas Thieme) vor ihrer Tür und hat eine außergewöhnliche Bitte.

Thomas Thieme und Senta Berger

Nach seinem Debüt-Kurzfilm „Los Paul“ (2017), der ein amüsanter, temporeicher Actionthriller war, erzählt der Regisseur Felix Karolus (*1973) in seinem zweiten Film von einer zarten Liebesgeschichte im Alter. Diese basiert auf einer wahren Begebenheit, wie zwei Menschen sich auf ungewöhnliche Weise fanden und diese berührende Geschichte gibt er nun an das Publikum weiter. Auch wenn diesem am Anfang bestimmt nicht gleich klar ist, dass es sich hier eigentlich um eine Liebesgeschichte handelt. Denn die Unsicherheit einem Fremden gegenüber, überträgt der Filmemacher wunderbar auf die visuelle Ebene des Films. Manche Szenen wirken dabei sehr sinister und dadurch überrascht das Ende umso mehr. Getragen wird das neben der soliden Inszenierung, welche als dritten Hauptdarsteller den Ort selbst inszeniert, von den beiden Darstellern Thomas Thieme und der bekannten Schauspielerin Senta Berger. Diese überzeugt dabei als ältere Frau, die an einer Schwelle steht, an der sie nicht recht weiß, was sie was vom Leben noch erwarten kann. Im Gesamten ist der zweite Kurzfilm des deutschen Filmemachers Felix Karolus ein kleiner, feiner Film über das Liebesglück im Alter ohne viel Drama oder gar Pathos, aber dafür mit ein paar Mystery-Thriller-Anklängen.

Thomas Thieme

Fazit: Der Kurzfilm „Menuett“ von Felix Karolus ist handwerklich professionell und mit der bekannten Hauptdarstellerin Senta Berger umgesetzt. Er erzählt nach einer wahren Geschichte auf unpathetische und sympathische Weise von der Annäherung zweier Fremder.

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„Menuett“ (2019)

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