Sechs Fragen an Ilaria Di Carlo

Interview: Im Gespräch mit der in Italien geborenen und zur Zeit in Berlin lebenden Künstlerin Ilaria Di Carlo erzählt sie uns mehr über ihren Kurzfilm „The Divine Way“, u.a. gesehen in Bamberg und auf dem 31. Filmfest Dresden, wie Dantes „Göttliche Komödie“ darin eine Rolle spielte und wo sie all die faszinierenden Treppen fand.  

The original english language interview is also available.

Auf dem 29. Bamberger Kurzfilmtagen fiel Dein Kurzfilm „The Divine Way“ unter den Experimentalfilmen auf. Erzähl mir zu der Idee des Films und wie Dantes „Göttliche Komödie“ dort mit hinein gespielt hat. 

The Divine Way“ ist ein Experimentalfilm, der auf Dantes Göttlicher Komödie basiert. Der Film folgt dem epischen Abstieg einer Frau durch ein endloses Labyrinth von Treppenhäusern. Während die Frau tiefer geht, verwandeln sich die Treppen, und sie wird gefangen und in deren gefährliche Landschaft gezogen. 

Der Film verwendet die architektonische Metapher des Treppenhauses in Bezug auf das Thema der Identität und Reise. Treppenhäuser suggerieren immer eine Reise und haben eine wichtige Bedeutung, die tief in der Mythologie verwurzelt ist. In der Psychoanalyse und im Traum repräsentieren Treppen auch die unbewussten und verwinkelten Landschaften unserer Persönlichkeiten, die uns in so viele verschiedene und gegensätzliche Richtungen führen können. 

Die Hauptidee und die künstlerische Herausforderung des Films bestand darin, eine Reise durch eine architektonische Collage von Treppenhäusern zu schaffen, die sich wie eine fiktive Geschichte anfühlt und den Betrachter physisch und emotional durch mehr als fünfzig großartige Orte transportiert. 

Inspiriert wurde ich von den Illustrationen von Dantes Höllenkreisen, die oft durch eine Rundtreppe dargestellt werden, die zur Hölle hinunter und dann zum Himmel im Paradies führt. Die Göttliche Komödie ist eine große Metapher für die Reise des Lebens und spricht die Moderne immer noch an, die mit den Fragen „Wer bin ich?“ und „Was ist der Sinn meines Lebens?“ zu kämpfen hat. Die poetische Reise, die Dante selbst unternimmt, ist eine Darstellung der Suche des Menschen nach Wahrheit und dem Sinn des Lebens. Dante kämpfte mit den gleichen Fragen, bevor er zu einem Moment der Weitsicht kam, der ihn als Person völlig veränderte. 

Wie im Leben ist auch in diesem Film jeder neue Schritt spannend, voller Neugier und Angst. Wir alle wandern und suchen nach uns selbst. Niemand weiß, was der richtige Weg ist, und wir befinden uns oft mitten auf unserem Lebensweg. Der Film zeigt den mystischen Weg der Lebensreise, der uns manchmal in die totale Dunkelheit treibt, um zu sehen, woher das Licht wirklich kommt. 

Ich war fasziniert von den Treppen selbst. Kannst Du mir dazu erzählen, wie Du sie gefunden hast und ob alle wirklich echt sind? War es schwierig die Drehgenehmigungen für alle Orte zu bekommen? Sind berühmte Gebäude bsp. Schlösser darunter?

Ilaria Di Carlo

Alle Treppen im Film sind echte Orte in Deutschland. Die meisten Standorte befinden sich in Berlin und im Ruhrgebiet. Ich recherchiere online und studierte über zwei Jahre lang deutsche Architektur, Fotografie und Geschichte, bevor die Dreharbeiten begannen. Als Teil des kreativen Prozesses, der mich für die Erzählung und das visuelle Geschichtenerzählen inspiriert, habe ich alle Orte selbst erkundet. Ich konzentrierte mich zunächst auf das Gebiet von Berlin-Brandenburg, wo ich viele unglaubliche Treppen fand. Die Idee, im Ruhrgebiet zu drehen, kam später, um die industrielle Szene in dem Film abzuschließen, den ich mir für den höllischen Teil im Film vorgestellt hatte. Dies ist ein sehr faszinierendes Industriegebiet Deutschlands mit vielen interessanten Standorten. Es war eine Herausforderung mit den Genehmigungen und viel logistischer Aufwand für uns, aber wir hatten Glück, dass die meisten der von uns kontaktierten Standorte unser Projekt unterstützt haben. Ich denke, den Besitzern und Vermietern hat die Idee gefallen und wir filmten immer nur für ein paar Stunden, ohne die Aktivitäten in den Gebäuden zu unterbrechen. Für den Göttlichen Weg haben wir in einigen Treppenhäusern berühmter Museen gefilmt, z.B. Alte Nationalgalerie Berlin, Jüdisches Museum Berlin, Berggruen Museum Berlin, Ruhr Museum Essen, Ephraim Palais Berlin, Zitadelle Berlin, MKM Duisburg Museum of Modern Art. Außerdem haben wir in einigen Universitätsgebäuden in Berlin gefilmt, z.B. an der Humboldt-Universität, der Universität der Künste und der Technischen Universität. 

Du spielst auch selbst die einzige Rolle im Film. Wie ist es Regie und Hauptrolle gleichzeitig zu machen? 

Es ist ein intensives künstlerisches Engagement, wenn man seinen Film spielt und inszeniert. Es war für mich nie eine Frage, da für mich von Anfang an klar war, dass ich diese Rolle spielen werde. Auf der einen Seite hätte es einfacher sein können, einen Schauspieler zu lenken und mehr Kontrolle hinter der Kamera zu haben, aber auf der anderen Seite kannte ich bereits die Reihenfolge der Szenen und das Tempo, so dass ich mich innerhalb all dieser Orte wie in einem Fluss bewegen konnte. Es war eine schwierige und schmerzhafte Leistung, all diese Schritte zu bewältigen, da sie unzählbar sind. Dieses performative Element verleiht dem Werk meiner Meinung nach mehr Kraft und Authentizität und erinnert an die Idee von Dante, dem Künstler selbst, der in eine Art eigene Hölle herabsteigt. Bisher habe ich in allen meinen Filmen mitgespielt und es ist eine künstlerische Entscheidung im Zusammenhang mit meiner Arbeit als Performerin und Schauspielerin. Ich spielte und führte seit fast 10 Jahren im Theater Regie, bevor ich anfing, Film zu drehen. Ich bin daran interessiert, diese Perspektive in meiner Arbeit zu bewahren und die Sprachen von Performance, Bildender Kunst und Film zu mischen. 

Kannst Du mir noch mehr zu den Dreharbeiten erzählen? Wie viele Tage habt ihr gedreht? Hattest Du danach Muskelkater in den Beinen?

Ilaria Di Carlo

Wir haben alle Treppenhäuser an insgesamt 50 Orten und an 16 Drehtagen über einen Zeitraum von sechs Monaten gedreht. Während dieser Zeit haben wir die Logistik der Drehtage vorbereitet, das Filmmaterial geschnitten und die Geschichte schrittweise in unserer Timeline aufgebaut. Wir haben alle Aufnahmen sorgfältig geplant, mit einem Storyboard versehen und hatten einen engen Drehplan mit vielen Ortswechseln. Wir verwendeten nur natürliches Licht im Film und studierten mit dem DoP das Sonnenlicht zu jedem Ort, um das beste Licht und die beste Tageszeit für jede Aufnahme zu planen. Wir haben das Team so klein wie möglich gehalten und waren von Ort zu Ort unterwegs. Das Shooting war wirklich unterhaltsam, da wir viele tolle Orte besuchten und viele Leute auf unseren Weg trafen. Es war wirklich anstrengend und schmerzhaft für mich. Wir hatten viele Aufnahmen für jeden Ort und wir verwendeten auch verschiedene Objektive, so dass ich manchmal 20 Mal auf der gleichen Treppe und in kurzer Zeit laufen musste. Ich konnte meine Beine nach einem Drehtag kaum gegen die Schmerzen bewegen und konnte trotzdem die Kraft für den nächsten Tag finden. Es ist interessant, dass ich Höhenangst habe und oft hatte ich Angst, besonders wenn ich 30 Meter Höhe oder sogar mehr hatte. Ebenso hat mir im Film die Reise durch Treppenhäuser tatsächlich geholfen, einige meiner Ängste zu überwinden und die Freiheit zurückzugewinnen. 

Die Reaktionen im Publikum waren in Bamberg sehr unterschiedlich. Welche Reaktionen hast Du selber schon erfahren?  

The Divine Way“ wurde bei mehr als 50 Festivals ausgewählt, gewann 15 Preise und wurde seit seiner Premiere im Oktober 2018 in fast 30 Ländern gezeigt. Ich hatte eine gute Resonanz aus dem Publikum bei den Festivals, an denen ich persönlich teilnahm. Das Publikum stellt mir nach der Vorführung normalerweise viele Fragen und war neugierig auf den Film und den Entstehungsprozess. Manchmal kontaktieren mich Leute nach dem Anschauen des Films, um mir einige Kommentare von irgendwo auf der Welt zu schicken, was ich sehr schätze. Ich bin sehr gespannt, was die Leute erlebt haben und ich habe viele verschiedene Geschichten gehört. Einige der interessantesten Reaktionen für mich sind, wenn der Film das Publikum an eigene Träume erinnert, die sie hatten, oder an eine vergangene Zeit, sogar in der Kindheit und irgendwie tief damit verbunden. Eine sehr interessante Reaktion, die ich erlebt habe, war das Küstendorf Film & Music Festival in Serbien, wo eine Gruppe von Kindern direkt nach der Vorführung auf und ab an der Treppe des Kinos spielte. Als Filmemacher bin ich froh, dass „The Divine Way“ ein anderes Publikum erreicht und dass es auch zu verschiedenen Genres und Kategorien passt. Der Film wurde auf Festivals in verschiedenen Kategorien gezeigt, von Fiktion, Fantasy, Architekturfilm, Experimentalfilm, Videokunst, Dokumentarfilm bis hin zu Kinderprogrammen. 

Kannst Du mir noch etwas mehr von Dir erzählen und welche nachfolgenden Projekte angedacht sind?

Ilaria Di Carlo

Ich bin bildende Künstlerin und arbeite in den Bereichen Experimentalfilm, Szenografie und darstellende Kunst. Ich habe Szenografie an der Fine Arts Academy in Rom und dem Central Saint Martin’s College of Art in London sowie Film am SAE Institute of Berlin studiert. Meine aktuelle künstlerische Arbeit konzentriert sich auf die Herstellung von Experimentalfilmen und bewegten Bildern, die das Thema Reise und Identität in Beziehung oder im Kontrast zu Landschaft und Architektur untersuchen. Szenografie und die Darstellung des Szenarios des Charakters sind der Ausgangspunkt meiner Filme. Ich interessiere mich für Szenarien, die den Konflikt der Figur von innen heraus in einem kontinuierlichen Zusammenspiel von Innen- und Außenwelt widerspiegeln. Die Inszenierung von Charakteren in Räumen fasziniert mich auf architektonischer und ästhetischer Ebene und gibt mir die Möglichkeit, Emotionen in Bildern umzusetzen. Ich befinde mich derzeit in der Vorproduktion meines neuen Kurzfilms, der lose auf der Homerischen Odyssee basiert und eine Fortsetzung meiner künstlerischen Forschung über Architektur und Landschaft ist, die auf fiktive Geschichten zum Thema Reise übertragen wird. Ich entwickle auch einen Spielfilm und einen weiteren Kurzfilm, der dem nächsten Projekt folgen wird. Ich bin in Berlin ansässig, wo ich als freiberufliche Filmemacherin, Bühnenbildnerin und Kostümbildnerin für Theater und Film arbeite. Als Regisseurin habe ich in Berlin die „durational performance“  „Double/Act“ und die ortsspezifische Performance „Booloohoom – Nocturne I“ inszeniert, die frei nach James Joyces „Ulysses“ entstanden ist. Meine Performance „The Black Book“ inspirierte mich zu meinen ersten Kurzfilm, „The Black Book of L.“ Meine Filmographie umfasst auch die Kurzfilme „In Search of Lost Time“, „The Divine Way“ und die Videoinstallation „Ad Sidera Mundi“. Seit 2011 arbeite ich als Schauspielerin und Szenografin für das Künstlerduo Vegard Vinge & Ida Müller in den Performances mit: John Gabriel Borkman (Theatertreffen 2012, Volksbühne 2011-12, Berlin); als Vinge’s Regieassistent im 12 Spartenhaus (Volksbühne 2013-14, Berlin); Nationaltheater Reinickendorf (Theatertreffen 2018, Berliner Festspiele, Festival Immersion 2017, Berlin); Panini Boysroom (Bergen International Festspiele 2018, Norwegen) 

Die Fragen stellte Doreen Matthei
Übersetzung Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „The Divine Way


Interview: In our conversation with the Italian-born artist Ilaria Di Carlo, who currently lives in Berlin, she tells us more about her short film „The Divine Way„, we saw in  Bamberg and at the 31st Filmfest Dresden, how Dante’s „Divine Comedy“ played a role in it and where she found all the fascinating stairs.  

At the 29th Bamberg Short Film Festival your short film „The Divine Way“ attracted my attention among experimental films. Tell me about the idea of the film and how Dante’s „Divine Comedy“ played into it. 

The Divine Way“ is an experimental film based on Dante’s Divine Comedy. The film follows the epic descent of a woman through an endless labyrinth of staircases. As the woman journeys deeper, the staircases mutate and she is trapped and pulled into their dangerous landscape. 

The film uses the architectural metaphor of the stairway in relation to the theme of the identity and journey. Stairwells always suggest a journey and hold significant meaning deeply rooted in mythology. In psychoanalysis and in dream, staircases also represent the subconscious and twisting landscapes of our personalities that can turn us in so many different and opposing directions. 

The main idea and the artistic challenge of the film was to create a journey through an architectural collage of staircases that will feel like a fictional story and transport the viewer physically and emotionally through more than fifty magnificent locations. 

I was inspired by the illustrations of Dante’s circles of hell, which often are represented by a circular stairway going down to the hell and then up to the sky in paradise. The Divine Comedy is a great metaphor of the journey of life and still appeals to modernity struggling with the questions “who am I?” and “what’s the meaning of my life?”. The poetic journey that Dante takes himself is a portrayal of man’s quest for truth and the meaning of life. Dante struggled with the same questions before coming to a moment of vision that wholly transformed him as a person. 

As in life, in this film every new step is exciting, full of curiosity and fear. We are all wandering and seeking for ourselves. No one knows what is the right way and we often find ourselves lost in the middle of our life path. The film depicts the mystical path of life’s journey, which sometimes pushes us into total darkness, in order to see where the light truly comes from. 

I was fascinated about the stairs themselves. Can you tell me how you found them and if they’re all real? Was it difficult to get the permission to shoot for all the locations? Are there famous buildings like castles among them? 

All the stairs in the movie are real places in Germany. Most locations are in Berlin and in the Ruhr Area of Germany. I have researched online and studied German architecture, photography and history for over two years before the filming began. As a part of the creative process that inspires me for the narrative and the visual storytelling, I scouted myself all the locations. I first concentrated on the area of Berlin-Brandenburg and where I found many incredible stairs. The idea of shooting in the Ruhr Area came later to finalize the industrial scene in the film that I was imagining in the infernal part. This is a very fascinating industrial area of Germany with many interesting locations. It was challenging with the permissions and much logistical work for us, but we were lucky that most of the locations we contacted they supported our project. I think the landlords liked the idea and also we will film there only for a few hours without interrupting the activities in the buildings. For „The Divine Way„, we filmed in some staircases of famous museums e.g. Old National Gallery Berlin, Jüdisches Museum Berlin, Berggruen Museum Berlin, Ruhr Museum Essen, Ephraim Palais Berlin, Zitadelle Berlin, MKM Duisburg Museum of Modern Art. Also we filmed in some universities buildings in Berlin e.g. Humboldt University, University of the Arts and Technical University. 

You also play the only role in the film yourself. What is it like to direct and act at the same time? 

It is an intense artistic commitment when you play and direct your film. It has never been a question for me since I was clear from the beginning that I will play this role. From one side, it could have been easier to direct an actor and having more control behind the camera, but in the other side I knew already the scene orders and the tempo so that I could move within all these places like in a flow. It was hard and painful performance to descend all those steps, as they are uncountable. This performative element gives more strength and authenticity to the work in my opinion and recalls the idea of Dante, the artist himself, who descends in a kind of his own hell. So far I played in all my films and it is an artistic decision related to my practice as a performer and actress. I have been playing and directing theatre almost 10 years, before I have started directing film. I’m interested in keeping this perspective in my work and to mix the languages of performance, visual art and film 

Can you tell me more about the shooting? How many days did you shoot? Did you have sore legs afterwards? 

We filmed all the staircases in a total of 50 locations and in 16 shooting days over a period 6 of months. During this time, we prepared the logistic of the shooting days and we were editing the footage and gradually building the story in our timeline. We carefully planned and storyboarded all the shots ahead and we had a tight shooting schedule with many changes of locations. We used only natural lights in the film and we studied with the DoP the sunlight to each location in order to plan the best light and the best time of day for each shot. We kept the team as small as possible and we were travelling from location to location. The shooting was really fun as we visited many great places and met a lot of people in our way. It was really exhausting and painful for me. We had many takes for each location and we used also different lenses so sometimes I had to run 20 times on the same staircase and in a short time. I could barely move my legs for the pain after one shooting day and I will still find the strength for the next day. It’s interesting that I was afraid of heights and often I was frightened especially when I was 30 meter of height or even more. Likewise in the film, the journey through staircases actually helped me to overcome some of my fears and to regain freedom. 

The reactions in the audience were very varied in Bamberg. What reactions have you experienced yourself? 

The Divine Way“ has been selected in more then 50 festivals, won 15 awards, and it was screened in almost 30 countries since its premiere last October 2018. I had good response from the audience at the festivals I was attending personally. The audience normally asks me lots of questions after the screening and they are curious about the film and the process of making it. Sometimes people contacts me after watching the film to send me some commentaries from somewhere in the world, which I deeply appreciate. I’m very interested to hear what people experienced and I have heard lots of different stories. Some of the most interesting reactions for me are when the film reminds the audience some dreams they had or some past time even back in childhood and somehow deeply related to it. A very interesting reaction I have experienced was at Kustendorf Film & Music Festival in Serbia where a group of children started playing up and down the stair of the cinema right after the screening. I’m glad as a filmmaker that „The Divine Way“ reaches different audiences and that suits as well different genres and categories. The film has been screened in festivals in various categories from fiction, fantasy, architecture film, experimental film, video art, documentary to children programs. 

Can you tell me a little bit more about yourself and which subsequent projects are planned? 

I’m a visual artist working in the fields of experimental film, scenography, and the performing arts. I have studied scenography at the Fine Arts Academy in Rome and Central Saint Martin’s College of Art in London and film at the SAE Institute of Berlin. My current artistic work focuses on making experimental films and moving images that explore the theme of journey and identity in relation or in contrast with landscape and architecture. Scenography and the representation of the characters scenario are the starting point of my films. I’m interested in creating scenarios that reflect the character’s conflict from within in a continuous interplay between inner and outer world. Setting characters into spaces fascinates me on the architectural and aesthetic level and gives me the opportunity to express emotions translated into pictures. I’m currently at pre-production of my new short film loosely based on the Homeric Odyssey, which is a continuation of my artistic research on architecture and landscape applied to fictional stories on the theme of journey. I’m also developing a feature film and another short film, which will follow the next project. I’m based in Berlin where I work as a freelance filmmaker, set, and costume designer for theatre and film. As a director, I have staged in Berlin the durational performance Double/Act and the site-specific performance Booloohoom – Nocturne I, loosely based on James Joyce’s „Ulysses“. My performance „The Black Book“ inspired me for the making of my first short film, „The Black Book of L“. My filmography includes also the short films „In Search of Lost Time“, „The Divine Way“ and the video installation „Ad Sidera Mundi“. Since 2011, I have been collaborating as actress and scenographer for the artist duo Vegard Vinge & Ida Müller in the performances: John Gabriel Borkman (Theatertreffen 2012, Volksbühne 2011-12, Berlin); as Vinge’s director assistant in 12 Spartenhaus (Volksbühne 2013-14, Berlin); Nationaltheater Reinickendorf (Theatertreffen 2018, Berliner Festspiele, Festival Immersion 2017, Berlin); Panini Boysroom (Bergen International Festspiele 2018, Norway) 

Questions asked by Doreen Matthei

Read on the german review of the shortfilm „The Divine Way“ 

3 Gedanken zu “Sechs Fragen an Ilaria Di Carlo

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