Sechs Fragen an Gustaf Georg Lindström

Interview: Im Gespräch mit Gustaf Georg Lindström erzählt uns der in Schweden geborene Filmemacher warum er sich in seinem Kurzfilm „Plankton“, gesehen auf dem 31. Filmfest Dresden, den Kleinstlebewesen zuwendet, wie er es umgesetzt hat und wie es bei ihm weitergehen wird.  

The original english language interview is also available.

Wie kam es dazu, dass Du Dich in Deinem Film „Plankton“ mit den Gedanken von Kleinstlebewesen auseinandersetzt?

Die Hauptinspiration war eine kurze Dokumentation, die ich online über Seeigel gefunden habe. Ich dachte nur, dass das Aussehen dieser Welt atemberaubend ist! Ich begann, das Drehbuch zu schreiben, als ich gerade nach London gezogen war, um meine Karriere zu beginnen. Der Umzug in eine so große Stadt kann einen wirklich klein und unbedeutend machen, und ich denke, diese Gefühle haben sich gut bewährt, um sie durch planktonische Kreaturen auszudrücken.

Nachdem Du die Idee hattest – wie hast Du die Geschichte umgesetzt?

Ich hatte nie eine Finanzierung oder irgendetwas für den Film, es war nur ein Nebenprojekt. Meine Arbeitskollegen haben mir geholfen, wenn sie nur zum Spaß Zeit hatten. Es ist alles computeranimiert, bis auf die Wasseratmosphäre, wie die Partikel und Blasen, die umherfliegen, die gefilmt und zusammengesetzt wurden, um den Look zu erzeugen.

Was war Dir visuell wichtig?

Um die Verrücktheit des Universums zu bewahren und nicht zu sehr zu vermenschlichen. Ich wollte mich wirklich davon fernhalten, es wie eine Karikatur aussehen zu lassen. Ich betrachtete es als eine Art Mockumentary, also soll die Kinematographie dazu dienen, dass man sich wie ein ‚Beobachter‘ fühlt, der die Charaktere belauscht, und nicht wie eine subjektive und filmische Kamerasprache.

War es schwer die richtigen Worte zu finden?

Ja, manchmal. Ich habe jedoch viel Improvisation in meinen Aufnahmesessions verwendet, also haben wir es einfach so lange aufgenommen, bis es sich richtig anfühlte.

31. Filmfest Dresden 2019

Kannst Du mir zum Schluss noch etwas mehr von Dir erzählen und was wir in nächster Zeit für spannende Projekte zu sehen bekommen werden?  

Ich befinde mich derzeit in der Schreibphase meines nächsten Projekts, von dem ich sehr begeistert bin! Es ist ganz anders als „Plankton“, eine 2D-Animationskomödie, die im Mittelalter spielt und visuell von Bosch und mittelalterlicher Kunst inspiriert ist.

Die Fragen stellte Doreen Matthei
Übersetzung Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „Plankton


Interview: In our interview with Gustaf Georg Lindström, the Swedish-born filmmaker tells us why in his short film „Plankton„, seen at the 31st Dresden Film Festival, he turns his attention to microorganisms, how he has realised it and how it will continue with him.  

How did you come up with the idea to engage with the thoughts of microorganisms in your film „Plankton„?

The main inspiration was a short documentary I found online about sea urchins. I just thought the look of that world was stunning! I started writing the script when I had just moved to London to start my career. Moving to such a big city can really make you feel small and insignificant and I think those feelings worked well to express via planktonic creatures.

After you had the idea – how did you realize your film?

I never had any funding or anything for this, it was purely a side project. The friends at my work would lend a hand when they had time just for fun. It is all computer animated except for the water atmospherics, such as the particles and bubbles floating around, which were filmed and composited together to create the look.

What was visually important to you?

To keep the weirdness of the universe and not to anthropomorphize too much. Really wanted to stay away from making it look cartoony. I thought of it as a kind of mockumentary, so the cinematography is intended to make you feel like an „observer“, peaking on the characters, rather than a subjective and cinematic camera language.

Was it hard to find the right words?

Yeah sometimes. I used a lot of improv in my recording sessions though, so we just kept recording it until it felt right.

At the end can you tell me a little bit more about yourself and what exciting projects we will see from you in the near future?  

I’m currently in the writing stage of my next project which I’m super excited about! It’s quite different from „Plankton„, a 2D animated comedy taking place in the dark ages, visually inspired by Bosch and medieval art.

Questions asked by Doreen Matthei

Read on the german review of the shortfilm „Plankton“ 

2 Gedanken zu “Sechs Fragen an Gustaf Georg Lindström

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