„Ab ins Bett, Nils“ von Marcus Pfister (2008)

25 Seiten / ab 3 Jahren / Nord Süd Verlag / 12,80 €

Buchkritik: Welche Mutter oder welcher Vater kennt das nicht – die Kleinen ins Bett zu kriegen ist stets ein kleiner Kampf. Der bekannte Kinderbuchautor Marcus Pfister setzt sich in seinem Vorlesebuch „Ab ins Bett, Nils“ (2008) mit dieser Problematik leichtfüßig und ansprechend auseinander.

Der Nilpferd-Papa ruft zur Schlafenszeit. Doch der kleine Nils, möchte lieber noch spielen. So versucht er alles um das Ins-Bett-Gehen hinauszuzögern und so wird zwischen Zähneputzen und Gutenachtlied noch schnell Fangen gespielt. Am Ende des Abends ist nicht nur der kleine Nils im Bett, sondern der Papa ist ebenfalls ko.

Der routinierte Kinderbuchautor und Illustrator Marcus Pfister (*1960), der vor allem durch das Kinderbuch „Der Regenbogenfisch“ (1992) bekannt wurde und insgesamt schon über 50 Bücher verfasst hat (u.a. „Mats und die Wundersteine“ (1997)), schuf mit „Ab ins Bett, Nils“ eine Alltagsgeschichte ausschließlich mit Nilpferden. Das Vorlesebuch, was sich für Zuhörer ab drei Jahren eignet, schildert mit viel Humor das Zubettgeh-Prozedere, das wohl jede Mama und jeder Papa kennt. Auch der Schluss ist aus dem Leben gegriffen und trifft ins Schwarze. Ebenso wird sich jedes Kind in dem kleinen Hippo wieder erkennen. Hinzu kommen die ansprechenden Illustrationen. In einer Umgebung, die von einem immer gleichen Blumenmuster in vielen verschiedenen Variationen lebt, sind Papa und Kind Nilpferd wunderbar eingefangen. Gerade der kleine Nils ist putzig und man schließt ihn sofort ins Herz. Der Zeichner Pfister findet die richtige Balance zwischen kindlichen Charme und dem tierischen Original. Zusammen mit der entzückenden Geschichte ist „Ab ins Bett, Nils“ ein gelungenes Kinderbuch, das zwar keine tiefgreifenden moralischen Botschaften enthält, aber eine gelungene, liebenswerte Alltagsgeschichte erzählt. 2009 wurde sogar ein Spiel, für Kinder ab 3 Jahren, nach dem Buch geschaffen.      

Fazit: Marcus Pfister schuf mit „Ab ins Bett, Nils“ eine entzückende Geschichte über die alltäglichen Abläufe zwischen Eltern und Kindern. Verkörpert werden sie von zwei liebenswerten Nilpferden, die man mit ihrem putzigen Aussehen sofort ins Herz schließt. Die schönen Illustrationen begleiten Leser und Zuhörer durch das Kinderbuch und bringen diese oft zum Schmunzeln. Ein entzückendes Buch, das nicht viel braucht, um zum Vorleseliebling zu avancieren.   

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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