„Kitchen Sink“ (1989)

Kurzfilm / Neuseeland / Fiktion / 1989

Filmkritik: Der neuseeländische Kurzfilm „Kitchen Sink“ hat sich mit seiner Ästhetik und der Mischung aus Mystery und Horror zu einem Klassiker entwickelt, der u.a. in der Horrorfilmnacht der 28. Bamberger Kurzfilmtage lief. Die Regisseurin Alison Maclean hat dabei auch das Drehbuch entwickelt und von Anfang als ein wichtiges Element des Films Haare im Sinn.

Eine Frau (Theresa Healey) findet ein Haarknäuel in ihre Spüle. Als sie daran zieht, scheint es immer länger zu werden, doch an dessen Ende erwartet sie eine Überraschung. Was soll sie damit nun anfangen?

Der Film entstand bereits im Jahr 1989. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Alison Maclean (*1958) erhielt genaue Budget- und Zeitvorgaben und entwickelte in diesem recht engen Gerüst die Geschichte einer Frau, welche allein in ihrer Wohnung ist und der etwas Mysteriösen widerfährt. Von Anfang an war klar, dass Haare eine wichtige Rolle spielen sollen. Darüber hinaus besteht der Film, der ohne Sprache auskommt, aus vielen Metaphern, angefangen bei den Haaren bis hin zu verklausulierten Themen wie Geburt und Metamorphose. Der Zuschauer wird automatisch von dieser mysteriöse Atmosphäre eingezogen. Dabei fand die Regisseurin eine klare Bildsprache ohne Schnickschnack, arbeitete mit den beiden hervorragenden Darstellern Theresa Healey und Peter Tait zusammen und schuf faszinierende schwarz-weiße Bilder, die mehr beinhalten, als sie zeigen. Dieser Kurzfilm hat sich zu Recht zum Klassiker gemausert und erinnert im gesamten an die außergewöhnlichen Frühwerke David Lynchs.

Fazit: Alison Maclean ist mit dem Kurzfilm „Kitchen Sink“ ein Horror Short gelungen, der auch heute noch wunderbar funktioniert. Die Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten, die mysteriös gehaltene Geschichte mit der schlussendlichen Konsequenz fesselt den Zuschauer und macht den schwarz-weißen Kurzfilm zu einem zeitlosen Klassiker.

Bewertung: 7,5/10

Der Kurzfilm „Kitchen Sink“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

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