„Star Trek: Discovery“ (Staffel 2, 2019)

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Star Trek Discovery Staffel 2

©CBS/Netflix

Serienkritik: Nach dem Erfolg (und Plagiatsvorwürfen) der ersten Staffel von “Discovery” ist wieder eine Menge Bewegung ins „Star Trek“-Universum gekommen. Zunächst kamen vier “Short Treks”, die einige interessante Charaktere und Aspekte intensiver beleuchten, auf Sendung. Danach startete die zweite Staffel der Serie am 18. Januar 2019 auf Netflix, in jeder Woche erschien dann eine weitere Folge. Insgesamt sind es 14 Folgen mit einer Länge von jeweils etwa 60 Minuten. Der Test soll klären, ob die Short Treks und die zweite Staffel zu überzeugen wissen.

Zunächst kurz zu den “Short Treks”. Die bisher in Deutschland veröffentlichten vier Folgen sind äußerst kurzweilig und unterhaltsam. Sie haben eine Länge von jeweils etwa 15-20 Minuten. Um der Handlung der eigentlichen zweiten Staffel folgen zu können, ist es fast notwendig, die Short Treks anzuschauen. Denn es werden neue Charaktere vorgestellt oder bekannte Charaktere wie etwa Commander Saru aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet.

Star Trek Discovery Uniformdetail

©CBS/Netflix

Die eigentliche zweite Staffel erweckt erneut den Eindruck, ein seriengewordener Film zu sein. Das Konzept mit der folgenübergreifenden Handlung wurde also beibehalten. Die Story von Staffel 2 knüpft nahtlos ans Ende der ersten Staffel an. Die erste Folge beginnt also damit, dass sich die Discovery und die Enterprise im All treffen. Hier wird der bereits aus “TOS” bekannte Charakter Captain Christopher Pike eingeführt, dargestellt von Anson Mount. Dieser ist darstellerisch eine weitere Bereicherung der ohnehin schon überzeugenden Riege von Schauspielern aus der ersten Staffel. Ebenfalls neu hinzu kommt Mr. Spock, dargestellt von Ethan Peck. Dieser weiß nicht so recht zu überzeugen, möglicherweise aufgrund der enormen Erwartungshaltung – immerhin war der originale Spockdarsteller Leonard Nimoy über Jahrzehnte einer der prägendsten “Star Trek”-Schauspieler überhaupt. Ebenfalls neu hinzugekommen ist Tig Notaro als Ingenieurin Jett Reno – eine weitere sehr überzeugende Figur und Darstellerin.

Inhaltlich bilden ein roter Engel und die künstliche Intelligenz “Control” den wesentlichen Rahmen der Handlung.

Am 21.11.2019 ist die zweite Staffel auf DVD und Blu-Ray Disc erschienen.

Ausblick: In der Zwischenzeit sind bereits 6 weitere Short Treks in den USA veröffentlicht und eine weitere Staffel von “Discovery” bestätigt worden. Eine völlig neue Serie “Star Trek: Picard” ist ebenfalls angekündigt worden. Durch den Start dieser Serie über den möglicherweise beliebtesten Captain aus dem “Star Trek”-Universum Ende Januar 2020 verzögert sich wohl die Ausstrahlung der dritten Staffel von “Discovery”.

Fazit: Diesmal fällt es schwerer, eine Wertung abzugeben als noch bei der ersten Staffel. Größter Kritikpunkt ist die Handlung, die eigentlich von allen Rezensenten aus ähnlichen Gründen wie z.B. zahlreichen Logikfehlern als nicht gelungen bezeichnet werden kann und muss. Dennoch wird gute Unterhaltung geboten. Die Zukunft der Serie wird wohl von der Qualität der nächsten Staffel abhängen.

Bewertung: 3/5

Der englischsprachige Trailer zur Staffel 2:

geschrieben von Alexander Jäkel

Quellen:

Ein Gedanke zu “„Star Trek: Discovery“ (Staffel 2, 2019)

  1. Alexander Jäkel schreibt:

    Inzwischen gibt es die dritte Staffel “Star Trek: Discovery”. Netflix streamt die 3. Staffel seit dem 16. Oktober 2020. Diese besteht voraussichtlich aus 13 Folgen, von denen die letzte wohl Anfang Januar 2021 erstmalig ausgestrahlt werden soll.

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