„Freeze Frame“ (2019)

Kurzfilm / Belgien, Deutschland / Animation / 2019

Filmkritik: Der Stop-Motion-Film „Freeze Frame“ von Soetkin Verstegen, der im ‚Nationalen Wettbewerb‘ des 32. Filmfest Dresden lief und auf den 30. Bamberger Kurzfilmtagen den Animations-/Experimentalfilmpreis gewinnen konnte, arbeitet mit einem flüchtigen Material – dem Eis.

Männer bauen das Eis ab und transportieren es weg, um dessen Schönheit zu erhalten. In manchen Würfeln befinden sich sogar in der Zeit und in der Bewegung eingefrorene Tiere. 

Die belgische Animatorin und Filmemacherin Soetkin Verstegen (*1982) schuf mit ihrem knapp 14-minütigen Kurzfilm einen interpretationsfreudigen Film, der vor allem von seinen starken Bildern und der Stimmung lebt. Mit vielen Rückbezügen auf die Film- und Fotogeschichte schuf sie einen experimentellen Film, in dem sich die Handlungen nicht unbedingt erschließen. Es geht um körperliche Arbeit, Flüchtigkeit, Zeit und Entdeckungen. Dabei arbeitete die Künstlerin mit realen Eiswürfeln und macht so den Film fast haptisch erlebbar. Das Flüchtige und das Vergangene stehen im Zentrum und prägen eine melancholische Stimmung. Unterstützt werden die schwarz-weiß Aufnahmen von einer starken Soundkulisse und dem Verzicht auf Musik. Rundherum ist Verstegen ein starker Film gelungen, der sein Augenmerk auf Vergängliches richtet. 

Fazit: „Freeze Frame“ ist ein Animationsfilm von Soetkin Verstegen, der gelungen mit seinem Material und der einhergehenden Botschaft spielt. Mit Rückbezügen zum alten Kino, einer starken Soundkulisse sowie einer melancholischen Stimmung schuf sie einen starken Film, der im Gedächtnis bleibt.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Freeze Frame“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„Freeze Frame“ (2019)

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.