„Oh Sh*t!“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2019

Jane Chirwa

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Oh Sh*t!“ von Elsa von Damke, gesehen auf den 31. Bamberger Kurzfilmtagen, beschäftigte sich auf amüsante Weise mit den Tabus rund um das Thema Menstruation.

Maggie (Jane Chirwa) hat ein wunderbares Date bei ihrem Schwarm Fabi (Jonas Lauenstein) zuhause. Doch auf einmal bekommt sie ihre Tage und auf der Toilette passiert ihr ein Missgeschick.  

Die Filmemacherin Elsa von Damke (*1994), welche mit „Oh Sh*t!“ an der Beuth Hochschule Berlin ihren Abschluss in Regie machte, beschäftigt sich auf leichtfüßige Weise mit einem gesellschaftsrelevanten Thema. Sie fragt mit ihrem achtminütigen Kurzfilm indirekt, wie es sein kann, dass solch ein Alltagsthema – man bekommt als Frau etwa 450-mal im Leben seine Periode – immer noch Tabu sein kann. Gerade in Anbetracht solch sinnloser Erfindungen, wie die vor kurzem von Männern vorgestellten, geruchseinschließenden Beutel, fragt man sich wie solch eine Stigmatisierung endlich beseitigt werden kann. In ihrem Film leidet die Protagonistin, wunderbar gespielt von Jane Chirwa, unter der Scham, welche durch ein Fauxpas verursacht wurde. Aus dem Off ertönen ihre Gedanken und geben dem Film seine charmante, witzige Komponente. Der so kurzweilige „Oh Sh*t!“ vermittelt auf amüsante Weise die Notwendigkeit umzudenken und mit diesem so relevanten Bestandteil jedes Lebens unverkrampft und offen umzugehen.

Fazit: „Oh Sh*t!“ ist ein achtminütiger Kurzfilm der deutschen Filmemacherin Elsa van Damke, welche hier mit viel Humor und Charme ein Thema anspricht, was nicht tabuisiert werden sollte. So liefert der leichtfüßig inszenierte Film gelungene Unterhaltung und liefert spielend wie nebenbei seine Botschaft mit.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Oh Sh*t!“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.