„The Unseen River“ (2020)

Kurzfilm / Vietnam / Fiktion / 2020

Naomi und Wean

Filmkritik: Der vietnamesische Kurzfilm „The Unseen River“ (OT: „Giòng sông không nhìn thấy“) von Phạm Ngọc Lân, zu sehen im ‚Internationalen Wettbewerb‘ des 33. Filmfest Dresden, verbindet verschiedene Geschichten an den Ufern eines Flusses und schafft es mit einer besonderen Stimmung die ZuschauerInnen sofort in seinen Bann zu ziehen. 

An den Ufern des Mekongs trifft eine Frau (Minh Chau) auf ihren Ex-Liebhaber (Nguyễn Hà Phong) und ein junger Mann (Wean) sucht zusammen mit seiner Freundin (Naomi) nach Hilfe und einem Gegenmittel gegen seine Schlaflosigkeit.

Der 23-minütige Kurzfilm erzählt zwei Geschichten parallel, welche beide über den Fluss Mekong verbunden sind. So unterschiedlich die Geschichten auch sind, so gut funktionieren sie als Konglomerat. Denn beiden ist eine gewisse Melancholie innewohnend. Die Handlungen werden dominiert von Ruhe und Bedachtheit und auch die Worte wirken ausgewählt und besonnen und verstärken den schwermütigen Eindruck.

Nguyễn Hà Phong und Minh Châu

Der Regisseur Phạm Ngọc Lân (*1986) wählt eine ungewöhnliche Erzählart für beide Geschichten, welche aber von den Inhalten nah an der Realität sind. Doch nicht nur die Erzählung selbst besticht, sondern auch die außergewöhnliche Inszenierung. Nicht nur wurden die DarstellerInnen hervorragend ausgewählt, sondern auch die Schauplätze und der Fluss selbst bekommen ihre eigene Bühne, welche stellenweise auf eigentümliche Weise von der Kamera erkundet wird. Durch und durch hinterlässt der vietnamesische Kurzfilm „The Unseen River“ einen starken Eindruck bei den ZuschauerInnen und ein Gefühl von Schwermut.

Fazit: Der Kurzspielfilm „The Unseen River“ verbindet zwei Geschichten, erzählt beide auf melancholisch einfühlsame Weise und findet dafür ungewöhnliche Locations sowie Bilder, welche die BetrachterInnen im Inneren berühren. 

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „The Unseen River“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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