„Fish Fingers“ (2022)

Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2022

Filmkritik: Der schweizer Film „Fish Fingers“ von Lars Mulle, der im Programm des 28. Slamdance Film Festivals zu sehen war, ist eine anekdotenhaften Erzählung aus dem Alltag eines Schwimmbads und eine kleine Metapher auf das Leben.

Der Herbst ist schon da, aber die Stammgäste besuchen weiterhin ihr Stammfreibad – sonnen sich, genießen die Ruhe oder bestellen Fischknusperlis.

Nach persönlichen Erlebnissen im heimischen Schwimmbad, bei denen die Stammbadegäste auch noch bleiben, während schon lange Herbst eingekehrt ist, erzählt der schweizer Filmemacher Lars Mulle (*1995), der auch das Drehbuch geschrieben hat, in Episoden vom alltäglichen Beieinander an diesem Ort der Entspannung. Mit lakonischem Humor und einer gelungenen Beobachtungsgabe von menschlichen Befindlichkeiten portraitiert der achtminütige Film die Badegäste. Die Verbindung zwischen herbstlicher Stimmung und vor allem älteren Badegästen ist dabei eine gelungene Metapher. Hinzu kommt eine angenehme Bildsprache, die mit festen Kamerapositionen zwischen den einzelnen Plätzen im Bad hin und her wechselt und es den BetrachterInnen so ermöglicht selbst die Orte zu entdecken und die Menschen kennenzulernen. So kann der Film mit seiner menschlichen Art berühren und auch ein wenig amüsieren und ist so ein gelungenes Kleinod über einen alltäglichen Ort und seine BesucherInnen.

Fazit: „Fish Fingers“ ist ein schweizer Film von Lars Mulle, der auf liebenswerte Weise vom Treiben der letzten Badegäste der Saison erzählt. Dabei erzählt er seine narrativ wohltuende, mit Humor durchzogene Geschichte in einzelnen Episoden und in einem visuell ansprechenden Stil und so gelang ihm ein schönes Kleinod.

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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