„Dirt Devil 550 XS“ (2021)

Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2021

Filmkritik: Auf humorvolle Weise nähert sich der Kurzfilm „Dirt Devil 550 XS“ von Rolf Hellat der menschlichen Natur an und erhielt dafür den Publikumspreis auf den 32. Bamberger Kurzfilmtagen.

An einem Abend treffen sich die Menschen einer Wohngemeinschaft, um über eine Neuanschaffung zu reden. Nach reiflichen Überlegungen soll es der Dirt Devil 550 XS werden, doch nicht alle sind von dem neuen Staubsauger begeistert.

Basierend auf wahren Erlebnissen aus seiner Zeit in einer Wohngemeinschaft schuf der schweizer Filmemacher Rolf Hellat (*1984), der auch das Drehbuch hierfür schrieb, ein 17-minütiges Kleinod, das sich mit dem menschlichen Miteinander beschäftigt. Mit einer guten Prise Humor, hervorragenden Charakter-Darsteller:innen und einer minimalistischen Herangehensweise beleuchtet sein Film die Strukturen des Miteinanders. So geht es hier auch um Demokratie und Gruppendynamik, auch wenn das Streitobjekt ganz simpel und alltäglich ist. Mit seinem offenen, nahen Blick auf die Figuren konnte er das Publikum mit seinem Film begeistern, denn man wird sich unweigerlich in einer der vielen Personen wiederfinden oder sich an die eine oder andere Begebenheit des eigenen Lebens erinnert fühlen. So entstand ein durch und durch unterhaltsamer, sehenswerter Film, der keine große Show bietet, sondern das Zwischenmenschliche in den Mittelpunkt stellt.

Fazit: Der Kurzfilm „Dirt Devil 550 XS“ ist eine Arbeit von Rolf Hellat, der sich durch seine Alltagsgeschichte wunderbar mit dem Zwischenmenschlichen mit Authentizität, Einfühlungsvermögen und Humor beschäftigt und damit voll ins Schwarze trifft.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Dirt Devil 550 XS“:

Für eine schmalen Euro gibt es den Kurzfilm „Dirt Devil 550 XS“ auch im Video-on-Demand zu sehen.

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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