„Amnesia: The Dark Descent“ (2010)

Frictional Games / 19,99 € / Steam

Spielekritik: Das vor zwölf Jahren erschienene Computerspiel „Amnesia: The Dark Descent“ aus der Spieleschmiede Frictional Games, erschienen u.a. für PC und die Nintendo Switch, hat sich schon jetzt zu einem Klassiker der Horrorspiele entwickelt, denn es verbreitet seinen Schrecken auf subtile Weise vor allem durch sein Spielprinzip.

Daniel erwacht und kann sich erstmal an nichts erinnern. In den Gemäuern des riesigen Anwesens hat ein gewisser Alexander von Brennenburg seine Experimente vollzogen. Ohne Erinnerungen und nur mit einem Hinweis, dass man Alexander aufhalten muss, beginnt er sich seinen Weg durch die dunklen Räume zu bahnen. Über die Zeit taucht immer mehr aus der Vergangenheit in seinem Bewusstsein auf und auch die Dunkelheit setzt ihm schwer zu.

Die schwedische Spieleschmiede Frictional Games hatte bereits mit ihren Indie-Spielen aus der Penumbra-Reihe ein Spielprinzip entwickelt, was sie hier übertrugen. Der Protagonist ist wehrlos. Die einzige Chance sich vor den wenigen Monster zu schützen ist das Verstecken. Dazu können Schränke genauso genutzt werden wie dunkle Ecken. Nur leider schadet die Dunkelheit der eigenen Gesundheit immer mehr. Je länger man lichtlos unterwegs ist, umso mehr verändert sich die Sicht auf Dinge und die Halluzinationen nehmen zu. So begibt man sich auf den Weg durch zahlreiche Räume, bei denen man nie weiß, wo die nächste reale Gefahr lauert, und in denen man einfach konsequent der Finsternis ausgesetzt wird. Dabei muss man kleinere Rätsel lösen, um voranzukommen. Immer wieder wird das Spiel durch Flashbacks unterbrochen. So benötigt das Spiel keine Jumpscares um die richtige Stimmung zu erzeugen. Die dunkle Hintergrundgeschichte, das Abdriften in die Verwirrtheit und die ständige Sorge, dass hinter der nächsten Ecke ein Monster auftauchen könnte, leisten die ganze Arbeit. So spielt man, trotz veralteter Grafik und nicht unbedingt fesselnder Geschichte gerne weiter und lässt sich auf den Grusel ein. Der enorme Erfolg des Spiels verschaffte ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch zwei Nachfolger: „Amnesia: A Machine for Pigs“ (2013) und „Amnesia: Rebirth“ (2020).

Fazit: Der erste Teil der Amnesia-Reihe „The Dark Descent“ hat sich zu Recht zu einem Spieleklassiker gemausert. Mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln wird die Spieler:in gegruselt, so dass jeder Schritt in den meist leeren Räumen von einem starken Unwohlsein und somit gelungener Unterhaltung begleitet wird. 

Bewertung: 4/5

Trailer des Spiels „Amnesia: The Dark Descent“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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