„Ghost Dogs“ (2021)

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Kurzfilm / USA / Animation / 2021

Filmkritik: Der amerikanische Filmemacher Joe Cappa schuf mit „Ghost Dogs“ einen schaurig schönen Animationsfilm, der zeigt, dass nicht alles, was uns gruselig erscheint, auch wirklich unheimlich sein muss.

Ein Welpe wartet auf seine neuen Besitzer. Doch stattdessen tauchen in dem ansonsten leeren Haus die Geister anderer Hunde auf.

Der amerikanische Regisseur und Autor Joe Cappa, der zusammen mit  J.W. Hallford das Drehbuch geschrieben hat, schuf einen 2D-Animationsfilm, den man klar im Horrorgenre verloten kann. So tauchen nicht nur Geisterhunde auf, sondern auch satanische Stätten. Doch aus der Sicht dieses Welpen erscheint alles anders. Dieser ist vor allem neugierig, streift durch das leere Haus und geht entspannt mit jedem unheimlichen Detail um. Der Film erzählt in seinen elf Minuten, wie entscheidend die Perspektive ist und zieht daraus auch seine amüsante Pointe. Trotzdem schafft es der Kurzfilm auch, das Publikum anzuspannen, denn dies weiß die unheimlichen Zeichen zuzuordnen und vermutet ein böses Ende. So spielt Cappa hier wunderbar mit dem Genre und schuf eindringliche Animationen. Die Geisterhunde sind sehr anthropomorphisiert und deswegen besonders creepy. Auch die Umgebung, die im Stil von MTV-Shows der 80er und 90er Jahre gehalten ist, transportiert die Geschichte wunderbar. So ist ein rundum ungewöhnlicher und gelungener Animationsfilm entstanden, der lange im Gedächtnis bleibt.

Fazit: „Ghost Dogs“ ist ein Kurzfilm des amerikanischen Filmemachers Joe Cappa. Im klassischen Horrorgewand spielt der Regisseur mit Erwartungen und Perspektiven und schuf dafür passende, bunte Animationen, welche die Geschichte wunderbar und ohne jegliche Sprache transportieren. 

Bewertung: 7,5/10

Schau Dir den Kurzfilm „Ghost Dogs“ hier kostenlos an:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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