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Kurzfilm / Österreich, Deutschland / Fiktion / 2023
Filmkritik: Der Regisseur und Schauspieler Daniel Holzberg („Triumph des Schauspielers“) schuf mit „Als er ein Star war“ seinen nächsten Uni-Kurzfilm, der auf den 57. Hofer Filmtagen 2023 lief. Er bewegt sich wieder im gleichen Metier und wendet sich den Schattenseiten des Schauspiel-Business‘ zu.
Als Kind ist er (Leo Wacha) durch eine Science-Fiction-Saga berühmt geworden. Jetzt arbeitet er (Sebastian Griegel) hinter der Kamera, aber sein Erfolg von damals verfolgt ihn weiterhin im Privaten, sei es bei einem Date oder bei der Kommunikation mit seiner Mutter. Aber er nutzt ihn auch, um sich etwas dazuzuverdienen, indem er Conventions besucht. So hat er sich noch nicht von seiner Vergangenheit gelöst, die auch viel Schmerz mit sich brachte.
Inspiriert von Erzählungen und Begebenheiten, wie ehemalige Kinderstars mit dieser Bürde oder auch Geschenk umgehen, entwickelte Holzberg als Drehbuchautor und Regisseur seine Geschichte. In nur 27 Minuten fängt er mit verschiedenen Situationen die Schwierigkeiten solch einer Vergangenheit ein. Der Schauspieler im Film ist dabei noch nicht an dem Punkt angekommen, wo er sich komplett davon distanzieren möchte. Trotzdem ist dieses Erbe, mit all den halbseidenen Fans, den Anprangerungen seines Talents und vor allem auch der überfürsorglichen Mutter eine Bürde.
Auch hilft ihm der Erfolg in seiner Kindheit kaum dabei, sein jetziges Leben entspannter zu gestalten. Holzberg lässt das Publikum in seiner Erzählung auch immer wieder den Film sehen, der den Jungen berühmt gemacht hat. Von dort übertragen sich Licht und Farben auf die Realität, die aber ansonsten in Konkurrenz zu den Fantasiewelten steht. Dazu kommt ein überzeugendes Spiel des Hauptdarstellers Sebastian Griegel, der es schafft, die ambivalenten Gefühle seiner Figur, die immer wieder davon überrascht wird, was ihr alles entgegen schlägt, einzufangen. So entstand ein durch und durch gelungener Kurzfilm, der zeigt, wie es sich anfühlen kann, in der eigenen Kindheit schon berühmt gewesen zu sein.
Fazit: „Als er ein Star war“ ist ein Kurzfilm des Regisseurs Daniel Holzberg, der darin von der Vergangenheit als Kinderstar erzählt und was das alles mit sich bringt. In gelungenen Bildern mit einem gut besetzten Hauptdarsteller schafft er es, die Thematik in nur 27 Minuten stimmig zu beleuchten.
Bewertung: 7/10
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 57. Internationale Hofer Filmtage 2023 – Katalog (Programm ‚Kurzfilme‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Sieben Fragen an Daniel Holzberg‘, testkammer.com, 2023
- Doren Kaltenecker, ‚Sieben Fragen an Daniel Holzberg‘, testkammer.com, 2022
- Stefe, ‚Ale er ein Stein war (internationale hofer filmtage 2023)‘, filmjournalisten.de, 2023
- Wikipedia-Artikel über den Regisseur „Daniel Holzberg“
