- „Lesbian Space Princess“ (2025) - 19. Januar 2026
- Jetzt online! – Der Film „Favoriten“ - 18. Januar 2026
- „Bridgerton“ (Staffel 1, 2020) - 17. Januar 2026
Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2023
Filmkritik: Der schweizer Kurzfilm „Syncope“ von Linus von Stumberg, der auf dem 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 den Publikumspreis Kurzfilm gewonnen hat und u.a. auf dem 24. Landshuter Kurzfilmfestival 2024 zu sehen war, ist eine spannende Geschichte aus dem Kunstsektor Tanz verbunden mit Genreelementen.
Ein Choreograf (Linus von Stumberg) sucht eine kleine Gruppe von Tänzer:innen, die mit ihm sein neuestes Werk einstudieren. Beim intensiven Training, bei dem er viel von ihnen abverlangt, geben Whim (Lea Korner) und ihre Mitstreiter:innen alles, auch bis zur totalen Erschöpfung. Denn der Tag der Premiere rückt immer näher.
Der Tänzer, Drehbuchautor und Regisseur Linus von Stumberg erzählt in seinem Kurzfilm von seinen Erfahrungen im Tanztheater, den harten Anforderungen und den erschöpfenden Proben. Dabei schafft er es, einen authentischen und faszinierenden Einblick zu geben. Das Gefühl, mit Tanz seinen Lebensunterhalt zu verdienen und was das alles mit sich bringt, schafft er in nur kurzer Zeit zu vermitteln. Hinzu kommen Genre-Elemente, wie ein vermeintliches Verhör und der Einsatz einer Waffe, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die verschiedenen Elemente verwebt von Stumberg zu einem spannenden Kurzfilm.
Dazu kommt eine grandiose Choreographie, welche das Publikum in den Bann zieht. Zusammen mit der Tänzerin Sarafina Beck hat der Regisseur die Choreografie ersonnen, die so kraftvoll, ekstatisch und künstlerisch ist. Das wird natürlich alles mit dem passenden Sound von Jonas Roulet und Mirjam Skal unterlegt. Die Tänzerinnen wie Lea Korner und die Choreographin selbst tragen viel zum Gelingen des Films bei und schaffen es, die Sympathien des Publikums bei sich zu behalten. So kann man gespannt sein, wie Linus von Stumberg aus dem Stoff einen Langfilm formt, den er bereits entwickelt hat.
Fazit: „Syncope“ ist der Gewinner des Publikumspreis Kurzfilm des 45. Filmfestivals Max Ophüls Preis 2024 und erzählt eine spannende Geschichte zwischen realen Theaterschilderungen und Genre. Der Regisseur Linus von Stumberg gibt so Einblick in seine Welt und gleichzeitig hat er Spaß daran, eine unerwartete und vielseitige Geschichte zu erzählen.
Bewertung: 8,5/10
Den Kurzfilm „Syncope“ hier anschauen:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 – Katalog (Programm ‚Wettbewerb Kurzfilm‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Neun Fragen an Linus von Stumberg‘, testkammer.com, 2024
- Eintrag des Kurzfilms „Syncope“ beim Distributor Swiss Films
- Eintrag des Kurzfilms „Syncope“ auf der Plattform Crowdify
- Chris Ignatzi, ‚SR-Mediathek.de: Syncope‘, sr.de, 2024
- Tina Tishev, ‚Zwei Preise für «Syncope»‘, zhdk.ch, 2023