„Burning Sun“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Georgien / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der georgische Kurzfilm „Burning Sun“ (OT: „მცხუნვარე მზე“) von Nutsa Tsikaridze, der auf dem 34. Filmfestival Cottbus 2024 den Hauptpreis für den besten Kurzfilm gewann, ist ein Film über den Tod und wie junge Menschen darauf reagieren.

Drei Jungen und ein Mädchen spielen in der Natur abseits der Stadt. Natürlich treiben sie dabei auch etwas Schabernack. Als sie einen Mann am Flussufer finden, gehen sie davon aus, dass er betrunken eingeschlafen ist. Also beschließen sie, ihn aufzuwecken.

Die georgische Filmemacherin Nutsa Tsikaridze hat hier ihren ersten Regie-Film auf die Beine gestellt, für den sie auch das Drehbuch geschrieben hat. In diesem 18-minütigen Film erzählt sie die Geschichte von vier Kindern, die unerwartet und auch erst einmal unerkannt mit dem Tod konfrontiert werden. Der Film wirkt wie eine Momentaufnahme und wirkt als solche auch als Geschichte abgeschlossen. Der Film wurde am Fluss Mtkvari in der Stadt Rustavi realisiert. Diese Landschaft, welche der Kameramann Irakli Metreveli in weiten Aufnahmen einfängt, symbolisiert das Natürliche und das alles Bestimmende und zeigt – auch in den Bildern – wie klein und ja auch machtlos der Menschen dagegen ist. Hinzu kommt ein sehr natürliches Spiel der Kinderdarsteller:innen, welches das Publikum in den Bann zieht. So gibt uns der Film auch einen gelungenen Blick durch Kinderaugen, die Dinge und Geschehnisse noch anders wahrnehmen als die Erwachsenen.

Fazit: „Burning Sun“ ist ein Kurzfilm von Nutsa Tsikaridze, die darin die Geschichte einer Gruppe von Kindern erzählt, die mit dem Tod konfrontiert werden, und dafür starke Bilder fand, die lange im Gedächtnis bleiben.

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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