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Kurzfilm / Türkei / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der türkische Kurzfilm „The Tie“ (OT: „Kravat“) von Çamran Azizoğlu, der im Kurzfilmwettbewerb des 34. Filmfestival Cottbus 2024 lief, ist eine Komödie, die mit amüsanten Blick auf das Leben und seine absurden Zufälle blickt.
Der Staatsanwalt (Mehmet Emin Kadıhan) ist nach dem Besuch des außerhalb liegenden Gefängnisses auf dem Weg zurück in die Stadt. Auf einmal bleibt sein Auto mitten auf der einsamen Landstraße liegen und zudem sperrt er sich auch noch aus diesem aus. Hilfe kommt von überraschender Seite, als ein Gefangenentransport sich aus der Gegenrichtung nähert.
Der türkische Filmemacher Çamran Azizoğlu, der auch das Drehbuch zu seinem 19-minütigen Kurzfilm schrieb, erfuhr von einer wahren Begebenheit, in der eine ähnliche Situation, wie er sie in dem Film erzählt, passiert ist. Doch er verlegt das Geschehen in eine abgelegene Landschaft, die mit ihrer Weite wunderbar die Geschichte und die Hilflosigkeit des Protagonisten untermauert. Dabei erzählt er seine Geschichte als Komödie und arbeitet das Amüsante gekonnt heraus. Dafür braucht es auch keinen zusätzlichen Witz. Inszeniert und gespielt ist das Ganze überzeugend, sodass man als Zuschauer:in schnell in die Geschichte involviert wird. Darüber hinaus kann man durch diese Geschichte ein wenig die menschliche Natur erforschen und die Absurdität des gesellschaftlichen Miteinanders erblicken.
Fazit: „The Tie“ ist ein Kurzfilm von Çamran Azizoğlu, der mit einem amüsanten Blick auf gesellschaftliche Dynamiken blickt und damit wunderbar unterhalten kann.
Bewertung: 7/10
Trailer zum Kurzfilm „The Tie“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 34. Filmfestival Cottbus 2024 – Katalog (Programm ‚Wettbewerb Kurzfilm‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Sieben Fragen an Çamran Azizoğlu‘, testkammer.com, 2025
- Website des Regisseurs Camran Azizoglu