„The Juggler’s Guide“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Estland / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der estnische Animations-Kurzfilm „The Juggler’s Guide“ der Regisseurin Rebeka Kruus, der im Programm ‚EJECT XXVII‘ des 40. interfilm Festival Berlin 2024 zu sehen war, ist ein surrealer Selbstfindungstrip.

Ein Jongleur verliert seine Bälle und folgt ihnen in eine Welt, die stetig neue Überraschungen bereithält und in der er sich auch sich selbst stellen muss. 

In nur vier Minuten schickt die estnische Filmemacherin und Animationskünstlerin ihre Protagonisten auf eine abenteuerliche und surreale Reise. Dabei tauchen immer wieder seltsame wie auch intepretationsfreudige Elemente auf u.a. tanzende Tiere und weitere Versionen des Jongleurs. Es gibt in diesem Film keine erklärenden Worte, sondern der Rhythmus des Films und all die fantastischen Bilder leiten durch die Geschichte. Dabei merkt man dem Film den Kunst-Hintergrund der Filmemacherin Kruus an, die sich hier visuell ausgetobt hat und eine magische Welt für ihre ernste Botschaft schuf. Der Kern ihrer Geschichte sind die endlosen Kreisläufe, in die Menschen geraten können, welche unter süchtigem oder destruktivem Verhalten leiden. Doch auch andere Interpretationen lässt der kurze Animationsfilm zu, denn als Betrachter:in bringt man seine eigenen Gefühle und Gedanken mit in den Film.

Fazit: „The Juggler’s Guide“ ist ein kurzer Animationsfilm der estnischen Regisseurin Rebeka Kruus. Sie erzählt darin mit surrealen Bildern, dem Motiv der Bewegung und mit einigen Metaphern eine kleine Geschichte von der Konfrontation mit seinem Selbst. 

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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