„Reiss Dich zusammen“ (2023)

Doreen Kaltenecker

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Reiss Dich zusammen“ von Malin Koch, zu sehen auf den 58. Internationalen Hofer Filmtagen 2024, ist eine sommerliche Coming-of-Age-Geschichte.

Anne (Amelie Willberg) ist mit ihren Freunden an einem Sommertag im Freibad. Zwischen Sprüngen vom Zehn-Meter-Turm und Pommes versucht Anne der Bademeisterin Bine (Kairo Fumilayo Edward) näherzukommen, in die sie heimlich verknallt ist.

Der 15-minütige Kurzfilm erzählt von einem Tag aus Annes Leben. Das eher unsichere und schüchterne Mädchen ist mit ihren Freunden an einem Ort, wo man sich in Badekleidung zeigt, gesehen wird und die sommerliche Stimmung zum Flirten einlädt. Doch den ersten Schritt zu machen, bedarf Mut. All dies fängt der Film wunderbar ein. Zwar explizit in der heutigen Zeit verortet, besitzt der Film darüber hinaus aber etwas Zeitloses und Universelles. Auch wenn die eigenen Jugendjahre schon etwas zurückliegen, kann man sich sehr gut in die Figuren und ihre Gefühle hineinversetzen. So funktioniert die Coming-of-Age-Geschichte für alle Zuschauer:innen.

Amelie Willberg

Angesiedelt an einem Ort, den man ganz automatisch mit all diesen Themen und diesem trägen, aber schönen Sommergefühl verbindet. Auch die Unsicherheiten der Hauptfigur kommen an so einem Ort besonders zum Tragen. So geht es hier nebenbei auch um den Umgang mit dem eigenen Körper. Der Film spricht sich durch seine diverse Besetzung auch für einen entspannten Umgang mit dem eigenen Körper und fremdbestimmten, falschen Idealen aus. 

Fazit: „Reiss Dich zusammen“ ist ein Kurzfilm von Malin Koch, die eine klassische Coming-of-Age-Geschichte erzählt. Dabei schafft sie es, eine aktuelle Story mit einem diversen Cast mit dem zeitlosen Gefühl eines warmen Sommertags und dem ersten Verliebtsein zu verbinden. 

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

Kommentar verfassen