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Filmkritik: Der britische Horror Short „Grandma is Thirsty“ von Kris Carr, der im ‚Shock Block‘-Programm des 26. Landshuter Kurzfilmfestivals 2026 zu sehen war, ist ein Kurzfilm der gekonnt Gruselelemente, Überraschungen und Humor vereint.
George (Harris Kiiza) wurde mal wieder von den örtlichen Rowdys gemobbt und sie haben ihm die Schuhe gestohlen. Als er den Zwillingen Bronte (Jessie Johnson) und Benny (Harrison Little) begegnet und die ihn fragen, ob er mit zu ihnen nach Hause kommen will, da die Großmutter (Matt Swift) ihm helfen kann, groß und stark zu werden, willigt er ein. Doch Grandma schläft noch bis Mitternacht und so lange müssen sie ein wenig Zeit totschlagen.
Der 15-minütige Kurzfilm, geschrieben und inszeniert von Kris Carr, ist ein ebenso unterhaltsamer wie gruseliger Film, der mit subtilen Mitteln und handgemachten Effekten sofort eine dichte Atmosphäre schafft. Das Zuhause der Zwillinge, in dem der Film größtenteils spielt, besitzt einen abgegriffenen, schmuddeligen Retro-Charme. Ausgestattet mit niedrigen Decken und wenig Tageslicht wird die unheimliche Atmosphäre wunderbar unterstrichen. Die Zwillinge sind dagegen aber sehr freundlich, auch wenn das dadurch konterkariert wird, dass sie die gleichen Stimmen (gesprochen von Billy Herring) besitzen. Das Publikum spürt zusammen mit dem jungen George, dass etwas nicht stimmt, aber es ist nicht schlimm genug, dass man die Flucht ergreifen möchte. Erst als die Großmutter um Mitternacht auftaucht, wird George vollends die Tragweite des Geschehens bewusst, so dass der Film am Ende noch mit einer tollen Pointe überraschen kann. Neben dem gelungenen Retro-Look und der unheimlichen Stimme überzeugt auch das handgemachte Maskendesign, das Spiel aller Beteiligten und der finale Clou, so dass man hier auf gelungene wie auch auf einzigartige Weise unterhalten wird.
Fazit: „Grandma is Thirsty“ von Kris Carr ist ein überraschender, humorvoller Kurzfilm, der gekonnt mit Gruseleffekten und Erwartungen spielt und der so Lust auf einen kommende Langfilmvariante davon macht.
Bewertung: 4/5
Trailer zum Kurzfilm „Grandma Is Thirsty“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- Doreen Kaltenecker, ‚Acht Fragen an Kris Carr‘, testkammer.com, 2026
- Eintrag des Kurzfilms „Grandma is thirsty“ beim Landshuter Kurzfilmfestival
- ich werMarko Stojiljković, ‚Slash FF review: Grandma Is Thirsty (2025)‘, ubiquarian.net , 2025
