„Nosejob“ (2026)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Nosejob“ von Leo Geisler, der im Krimi-Spezial des 26. Landshuter Kurzfilmfestivals 2026 zu sehen war, ist ein klassischer Heist-Film, der bewusst in große Fußstapfen tritt. 

Die beiden Geschwister Kira (Marie Tragousti) und Lino (Antonis Antoniadis) haben vor, eine Spielothek auszurauben. Denn Kira will eine Nasen-OP durchführen lassen und ein schneller Überfall erscheint der beste Weg, um an das Geld zu kommen. Doch die beiden haben nicht mit den Gangstern (Joshua Bader und Franco Toledo) gerechnet, die nicht glücklich über den Überfall sind. 

Der Filmemacher Leo Geisler hat sich in einer Essay-Reihe („Disziplin & Kontrolle“ auf Filmdienst.de) mit der Geschichte des Heist-Movie beschäftigt und schuf mit seinem Kurzfilm „Nosejob“ nach einem eigenen Drehbuch seinen eigenen Kurzfilm des Genres. Dabei greift er selbstverständlich auf Muster und Themen dieser Überfall-Filme zurück, u.a. dass es immer noch schlimmer kommen kann als man denkt. Aber er fügte auch neue Aspekte und kleine Variationen hinzu. Umgesetzt wurde der Film tadellos in einem zeitlosen Stil mit einem gewissen Retro-Charme. Dabei greift hier von den Locations, über die Kostüm- und Farbwahl alles ineinander. Hinzu kommt das überzeugende Spiel aller Darsteller:innen allen voran Marie Tragousti und Antonis Antoniadis als verpeiltes Geschwisterpaar, das trotz seiner offensichtlichen Fehler doch ein paar Sympathien vom Publikum erhält. So adaptierte Geisler in seinem Kurzfilm souverän das Genre, mit dem er sich selbst intensiv beschäftigt hat, und schuf damit kurzweilige Unterhaltung.

Fazit: „Nosejob“ ist ein Kurzfilm von Leo Geisler, in dem er sich dem Heist-Genre zuwendet und zwei Möchtegerne-Gangster auf einen kleinen Überfall schickt, der natürlich eskaliert. Er adaptierte dabei wunderbar die Elemente solcher Geschichten und schuf damit einen unterhaltsamen Kurzfilm.

Bewertung: 3,5/5

Trailer zum Kurzfilm „Nosejob“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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