“America” (2015)

Kurzfilm / Polen / Fiktion / 2015

wp-1469348601568.jpgFilmkritik: Der polnische Kurzfilm “America” (Originaltitel: “Ameryka”) ist der diesjährige Gewinner des Goldenen Reiters der Jugendjury im Internationalen Wettbewerb und dies ganz zu recht. In seinen 30 Minuten erzählt er die Geschichte der beiden besten Freundinnen Anka (Marta Mazurek) und Dżastina (Aleksandra Adamska), die versuchen dem Alltag in ihrem kleinen, polnischen Dorf zu entfliehen. Anka wählt dafür den äußerlichen Protest, indem sie sich die Haare rot färbt und Dżastina sucht vor allem die Erfahrungen mit Männern. Als sich die beiden per Anhalter auf die Reise begeben, scheint sich auch ihr Freundschaft zu verändern.

Ameryka Standbild

Ameryka Standbild

Die Regisseurin Aleksandra Terpińska (*1983) schafft es die Coming-of-Age-Geschichte, die einem zwar in Teilen schon vertraut erscheint, stimmig und anrührend zu erzählen. In der kurzen Zeit entwickelt der Zuschauer für die beiden Sympathien und so schafft es der Film die Spannung, die er nach und nach aufbaut, zu halten. Auch formell kann sich der Film sehen lassen. So stehen die leuchtend roten Haare symbolisch gegen die graue Tristesse des polnischen Dorfes. Der dritte Kurzfilm der Regisseurin ist durchweg gelungen und man kann gespannt erwarten, wie sich ihre Karriere entwickelt.

Bewertung: 8,5/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: 28. Filmfest Dresden – Festival Katalog

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