“Broadchurch” (Serie, Staffel 1, 2013)

© ITV Studios

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Serienkritik: Die britische Krimiserie “Broadchurch” (2013-2017) wendet für ihre erste Staffel einen guten Kniff an. Bis zur finalen Enthüllung wussten am Set nur 29 Personen, wer nun eigentlich der Mörder in der Geschichte ist. Viele Schauspieler wussten es damit nicht und konnten sich, ebenso wie der Zuschauer, nur auf Mutmaßungen einlassen und vielleicht dadurch ein überzeugenderes Spiel abliefern.

In der ersten Staffel geht es um den Mord an dem elfjährigen Danny Latimer. In dem kleinen Küstenort Broadchurch, wo jeder jeden kennt, ist die Tat unvorstellbar. Die einheimische DS Ellie Miller (Olivia Colman) und der kurz zuvor eingestellte DI Alec Hardy (David Tennant) untersuchen den Fall und halten alle Personen für verdächtig. Darunter sind auch Ellis eigener Sohn Tom (Adam Wilson), Dannys Vater Mark (Andrew Buchan), der hiesige Pfarrer Paul Coates (Arthur Darvill) und der alte kauzige Zeitungsverkäufer Jack Marshall (David Bradley).

© ITV Studios

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In den acht Folgen der ersten Staffeln werden viele Einwohner des Städtchens näher beleuchtet und man erfährt einiges aus der Vergangenheit der Betreffenden. Nach und nach scheint sich das Puzzle zusammenzusetzen ohne jedoch, dass der Zuschauer final den Mörder erkennen kann. Das macht die Serie so unglaublich spannend, da sie die Zuschauer im richtigen Abstand mit Hinweisen füttert. Dabei ist das Erzähltempo eher gemächlich. Die Serie lässt sich Zeit die Figuren genau auszuleuchten und ein paar falsche Fährten zu streuen. Was hier besonders gut gelingt, ist den emotionalen Gehalt so einer Situation einzufangen. Wie kann man in einem Ort leben, in dem alle verdächtig sind? Wie werden aus Freunden und Nachbarn Feinde? Was bewegt einen Menschen zu so einer schrecklichen Tat und wie gehen die Betroffenen damit um? All diesen Fragen fühlt die Serie realitätsnah auf den Zahn. Die Schmerzen der Betroffenen stehen dabei im starken Kontrast zu den wunderschönen Aufnahmen des Küstenortes. Dies betont das Unbegreifliche der Ereignisse und lässt den Zuschauer emotional teilhaben.

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Die Serie wurde im Jahr 2015 um eine weitere Staffel fortgesetzt und bekommt auch noch eine letzte finale, dritte Staffel, welche ab 2017 in Großbritannien ausgestrahlt werden soll.

Fazit: Die Fernsehserie “Broadchurch” erzählt von den Ermittlungen nach dem Tod eines Elfjährigen in der fiktiven Kleinstadt Broadchurch. Dabei werden die Einwohner des Dorfes nach und nach zu Verdächtigen und der Zuschauer kann der einen oder anderen Spur auf den Leim gehen. Besonders interessant sind aber die moralischen Fragen und emotionalen Aspekte, welche die Serien thematisiert und so die Betrachter in ihren Bann ziehen kann.

Bewertung: 4/5

Staffel 1-2 auf Netflix

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Wikipedia Broadchurch

3 Gedanken zu ““Broadchurch” (Serie, Staffel 1, 2013)

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