“Update” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

© Franziska Brändle

Filmkritik: Der deutsche Genre-Kurzfilm “Update” beschäftigt sich mit einer nahen und durchaus möglichen Zukunft.

Laura (Franziska Benz) lebt in einer Wohnung, in der ständig Anwendungen, welche in die Räume selbst integriert sind, ihre Gesundheit überwachen. Dabei stellt sie dem elektronischen Programm freimütig ihre Daten zur Verfügung. Nur ahnt sie nicht, dass sie damit auch das Leben in ihrem Umfeld beeinflusst.

Der 11-minütige Kurzfilm ist eine in weiß gekleidete Dystopie, die zeigen will, wie weit es gehen kann, wenn man Apps und Gadgets zu viel Eingriff in das eigene Leben gewährt. Leider wirkt diese Botschaft etwas zu plakativ und kann so wenig Spannung erzeugen, da man ahnt worauf diese Geschichte hinausläuft. Gut gelungen ist der Regisseurin Franziska Brändle dagegen der Blick auf die wahrscheinliche, zukünftige Ästhetik und Gestaltung der Lebensräume. Auch das BIld, was sie erzeugt, indem sie die Fenster zu großen Bildschirmen werden lässt, überzeugt. Die Metapher, dass der Mensch nicht mehr in die Natur schaut, sondern der Blick durch die Technologie verstellt wird, erinnert sehr an die “Pokemon Go”-Welle des letzten Jahres. Im Gesamten ist “Update” ein realitätsnaher, leicht dystopischer Film, der zeigt in welcher Richtung unsere Technologie sich entwickeln kann. Die Botschaft ist dabei klar, aber leider etwas zu überdeutlich inszeniert.

Bewertung: 5/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:


Festivals auf denen „Update“ lief:

 

Ein Gedanke zu ““Update” (2016)

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