“Bioshock 2” (PS3, 2010)

© 2K Marin

Spielekritik: Im Jahr 2007 erschien der Shooter “BioShock” für die heimischen PCs und Konsolen. Dieser besaß alle Qualitäten, die man sich wünschen konnte. Nur drei Jahre später kam die Fortsetzung auf den Markt, welche scheinbar unmittelbar an die Geschichte des ersten Teils anknüpft und diese stimmig weiter erzählt.

Das Spiel spielt 1968, acht Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils, wieder in der Unterwasserstadt Rapture. Diesmal schlüpft der Spieler in die Rolle des Big Daddy Delta, der durch seine starke Bindung zu seiner Tochter Eleanor in den Kampf gegen Sofia Lamb zieht. Diese hat nach Ryans Untergang die Macht über Rapture übernommen und setzt ihre Idee einer perfekten Gesellschaft mit einer enormen Skrupellosigkeit durch. Rapture verfällt zusehends und Delta muss es schaffen, Eleanor und andere Unschuldige zu befreien, bevor es zu spät ist.

© 2K Marin

In dem grandiosen “BioShock” wurde eine rundum stimmige Geschichte bis zum Ende erzählt. So war es nötig, dass die Geschichte des zweiten Teils, welche von dem Studio 2K Marin erdacht wurde, einen komplett neuen Handlungsstrang bekommt. Trotzdem ist es mehr als ratsam, dass man den ersten Teil gespielt hat und sich noch an diesen erinnern kann. Da “BioShock 2” oft inhaltlich auf seinen Vorgänger verweist. Die neue Geschichte folgt einem ähnlichen Muster. Wieder arbeitet sich der Spieler durch die verschiedensten Bereiche von Rapture vor und muss durch Aufgaben lösen, sich Zugang zu dem nächsten Abschnitt verschaffen. Dabei wird die Story wieder stets lebendig gehalten durch Tonbandaufnahmen vieler Bewohner und durch den ständigen Kontakt zu Eleanor und Sofia Lamb. Sodass der Spieler mit jedem Fortschreiten auch immer tiefer in die Welt von Rapture eintaucht. Dabei kommt einem vieles bekannt vor. Das Leveldesign ist mit seinem 60er Jahre Charme und dem verfallenen Look identisch zu seinem Vorgänger. Auch bei den Gegnern hat sich nicht viel geändert. Hinzu kamen einige neue Gegner wie die Big Sister, die im Kampf einen höheren Schwierigkeitsgrad darstellen. Neu ist aber leider, dass es bestimmte Situationen gibt, in denen der Gegnerfluss einfach nicht abreißt und man nicht die Ruhe und Zeit hat, genauer die Umgebung zu erkunden. Das ist schade und animiert zum schnellen Durchlaufen. Dabei sind gerade die Zusatzerkundungen besonders reizvoll und lohnenswert. Glücklicherweise ist das Überranntwerden nur in wenigen Passagen vorhanden, sodass man alles weitestgehend ungestört erkunden kann. Auch übernommen aus seinem Vorgänger wurde die Bereicherung des Shooters durch Elemente aus Survival-Horror- und Rollenspielen. Zwar sind die unheimliche Passagen hier vorhersehbarer, aber sie tragen viel zur Stimmung bei. Besonders schön ist, dass das Aufleveln mit Adam wieder möglich ist und so gezielt Fähigkeiten ausgebaut werden können. So bietet der zweite Teil wenig Neues und führt einen in vertraute Gefilde. Dies macht die meiste Zeit Spaß und kann an manchen Stellen etwas kniffliger sein. Dies hängt vor allem davon ab, ob man es am Rechner oder auf Konsole spielt und auf welchem Schwierigkeitsgrad.

© 2K Marin

Fazit: Der Shooter “BioShock 2” führt den Zuschauer in eine bekannte Welt. Mit nur wenigen Veränderungen zum Vorgänger und einer ähnlichen Geschichte bekommt man, was man erwartet. So können Fans des ersten Teils sich bestimmt an der Fortsetzung erfreuen. Die Neuerungen hat sich die Produktionsfirma für den dritten Teil der Reihe – “BioShock: Infinite” – aufgehoben, welcher dann die Spieler über die Wolken entführt.

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Wikipedia BioShock 2


Kritik zum ersten Teil: BioShock

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