Ausstellung “Unter italienischen Himmeln” (Albertinum, Dresden)

10.2. – 28.5.2017, Galerie Neue Meister (Albertinum), Dresden

Ausstellungsbericht: Im Frühjahr 2017 konnten die Besucher der Galerie der Neuen Meister im Albertinum Dresden die umfangreiche Sonderausstellung “Unter italienischen Himmeln” besuchen, die eine Auswahl von Gemälden präsentierten, welche das Italienbild des 19. Jahrhunderts stark geprägt haben.
Dafür wurde nicht nur auf die reichen Bestände der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zurückgegriffen (worunter viele restaurierte und somit bisher ungesehene Werke waren), sondern die Ausstellung wurde durch bedeutende Leihgaben erweitert. Zu sehen waren unter anderen Werke von Arnold Böcklin, William Turner und Christoph Dahl. Neben den Werken der internationalen Künstler waren auch viele deutscher Künstler wie Adolph Menzel und Max Klinger vertreten.

Carl Rottmann, (1797 – 1850) Meerenge von Messina, 1828, Öl auf Leinwand, Leihgabe im Albertinum/Galerie Neue Meister
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Estel/Klut

Dadurch entstand eine umfangreiche Retrospektive, die durch Begleittexte vor Ort und zur Nachbereitung mit zwei verschiedenen Katalogen ein umfangreiches Bild dieser Zeit lieferte. Italien als Sehnsuchtsort war jahrzehntelang ein Reiseziel für viele Künstler und Schriftsteller. Darunter auch Johann Wolfgang von Goethe, der mit seinem berühmten Werk “Die Italienische Reise” eindrücklich die Stimmung der Zeit wiedergibt. Auch in der Kunst spielen Sehnsucht, Idealismus, Rückbesinnung und Natur eine große Rolle. Italien mit seiner Vergangenheit, seiner Kunst seit der Antike und seiner Mythologie dient dabei wunderbar als Motiv, in dem Metaphern und Natursehnsucht Hand in Hand gehen. So findet man in der Ausstellung “Unter italienischen Himmeln” eine große Bandbreite, die das Œuvre wunderbar einfängt. Hier hatten die Besucher, die Möglichkeit berühmte Werke wie “Frühlingsreigen” von Arnold Böcklin, der seitdem den Begriff, das Böcklin-Wetter für strahlendes Blau geprägt hat, zu betrachten. Dieses Blau steht ganz nach Kleist (ein „reinen blauen italischen Himmel“ über Dresden) auch titelgebend für die Ausstellung. Im Gesamten liefert die Schau wunderschöne, unentdeckte und berühmte Gemälde, die das Thema wunderbar rund einfangen und einen stimmigen Gesamteindruck liefern konnten.

Arnold Böcklin, Der Sommertag, 1881, Öl auf Mahagoniholz, Albertinum / Galerie Neue Meister
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Estel/Klut

Fazit: Die Ausstellung “Unter italienischen Himmeln” der Galerie Neue Meister entführte die Besucher in die Welt des 19. Jahrhunderts und ihren Sehnsuchtsvorstellungen von Italien. Das von den Künstler gezeichnete Bild ist von Literatur, Mythologie, der reichhaltigen Kunstgeschichte des Landes, einem neuen Naturverständnis und der emotionalen Sehnsucht geprägt. Die Ausstellung zeigt all Facetten dieser Strömung mit vielen bekannten, aber auch neuen Werken, sodass ein rundum gelungenes Bild dieser Zeit entstand ist.

Bewertung: 5/5

Trailer zur Ausstellung:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: SKD Website 

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