“Wish Upon” (2017)

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm “Wish Upon” (OT: “Wish Upon”, USA/Kanada, 2017) ist die zweite Regiearbeit von John R. Leonetti (*1956), der seine Karriere als Oberbeleuchter anfing und dann viele Jahre als Kameramann erfolgreich arbeitete. Mit dem bekannten Regisseur James Wan hat er bei fünf Filmen u.a. “Conjuring – Die Heimsuchung” (2013) zusammengearbeitet. 2014 gab er mit “Annabelle” sein Regiedebüt. Mit seinem zweiten Film verneigt er sich vor Klassikern des Horrorgenres und baut Elemente à la “Final Destination” (2000-2011) ein.

Die 17-jährige Clare Shannon (Joey King) gehört zu den Außenseitern der Schule und träumt davon beliebt zu sein, um vor allem endlich ihren Highschool-Schwarm zu erobern. Als eines Tages ihr Vater Jonathan (Ryan Philippe), ein Schrottsammler, einen ominösen Kasten mit nach Hause bringt, scheint es möglich ihre Träume erfüllt zu bekommen. Denn diese mit chinesischen Schriftzeichen versehene Box erfüllt ihre Wünsche, nur leider bemerkt Clare zu spät, dass dafür ein tödlicher Preis gezahlt werden muss.

Als Inspirationsquelle diente die Legende von Yao Guai – einem bösen Geist aus der chinesischen Mythologie. Dies vermischte die Drehbuchautorin Barbara Marshall, bekannt für “Viral” (2016), nach eigenen Aussagen mit Elementen aus einem Teeangerfilm von John Hughes (“Breakast Club” (1985)) und neuen Horror-Unterhaltungsfilmen wie beispielsweise “Final Destination” (2000). Im Vordergrund steht eine Coming-of-Age-Geschichte mit einer sympathischen Hauptfigur, die als Außenseiterin gilt und sich natürlich wünscht, dazuzugehören. Hinzukommen fantasievolle Todesfälle. In deren Szenen wird mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt und viel Irrwitziges ersponnen. Diese Mischung funktioniert überraschend gut, auch noch wenn sich Clare immer unlogischer verhält. Das liegt zum einen an den stimmigen, teils drastischen Bildern, die der Film findet und der damit einhergehenden handwerklich stimmigen Umsetzung. Doch vor allem liegt es an den sehr guten Darstellern, die bis in die Nebenrollen mit u.a. Ryan Philippe (bekannt geworden durch “Eiskalte Engel” (1999)) und Sherilyn Fenn (Audrey aus “Twin Peaks” (1990)) gut besetzt sind. Vor allem die beiden Jungdarsteller im Mittelpunkt der Geschehnisse bekommen die Sympathien des Films und binden die Zuschauer an die Geschehnisse. Dabei besitzt Joey King (*1999, gesehen bisher in “Conjuring” (2013)) die verletzliche Ausstrahlung einer typischen Teenagerin und Ki Hong Lee (bekannt aus “Maze Runner” (2014) und “Unbreakable Kimmy Schmidt” (2015/16)) ist ein wunderbar starker Gegenpart. Im Gesamten ist ein solider Horrorfilm entstanden, der mit einer klassischen Geschichte, guten Bildern und Darstellern sowie dem richtigen Maß Grusel aufwarten und unterhalten kann, auch wenn sich hier und da Ungereimtheiten und Logikfehler auftun.

Fazit: Der Horrorfilm “Wish Upon” wandelt auf vertrauten Pfaden. Der Regisseur John R. Leonetti verwendet dabei bekannte Elemente aus klassischen Horrorfilmen wie auch aus neueren Filmen, um einen stimmiges und packendes Genrewerk zu schaffen, das durch handwerkliches Geschick und die guten Darsteller die Sympathien und Spannung bis zum Ende halten kann.

Bewertung: 6,5/10

Kino-Start: 27. Juni 2017, DVD-Start: 27. November 2017

Der Trailer:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Pressematerial von Splendid

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