“Die! Sitter! Die!: Rupert” (2015)

 Kurzfilm / USA / Fiktion / 2015

Filmkritik: Im Horrorgenre ist die Hommage an vergangene Zeiten und ein gewisser Retro-Charme sehr beliebt und wird oft verwendet. So verwundert es auch nicht, dass der neue Kurzfilm – “Die! Sitter! Die!:  Rupert” – der Boxleitner Brüder (Söhne des Schauspielers Bruce Boxleitner (u.a. “Tron”, 2010)) eine große Referenz an vergangene Zeit ist und nicht nur damit auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017 für gute Unterhaltung sorgte.

Alison (Caitlin Reilly) hat ihr College abgebrochen und hält sich mit mehreren Jobs über Wasser. Da die Krebsmedikamente ihrer Mutter so teuer sind, entscheidet sie sich dafür einen weiteren Job als Babysitter anzunehmen, anstatt mit ihrem Freund Phillip (De Mille Cole-Heard) ihre zweijährige Beziehung zu feiern. Stattdessen verbringt sie nun den Abend in einem riesigen Anwesen, um auf Rupert aufzupassen. Doch ihr wird schnell klar, dass hier irgendwas nicht stimmt.

Das bekannte Thema des Babysitter-Horrors, welches vor allem in den 80er Jahren durch Filme wie “Halloween” (1978) ein festen Platz im Horrorgenre bekam und dem auch noch heute mit Filmen wie “The Boy” (2016) gefrönt wird, wird hier aufgegriffen und in einen stimmigen, humorvollen und spannenden Kurzfilm verwandelt. Dabei verwenden sie bekannte wie überraschende Kniffe und zeigen auch auf formaler Ebene ihr handwerkliches Können. Lee Boxleitner übernahm nicht nur Regie und Drehbuch, sondern spielt auch eine der Rollen. Sein Bruder Sam schrieb am Drehbuch mit und komponierte die Musik für den Film, welche mit seinen Synthesizer-Klängen wunderbar ältere Werke vom Ende des 20. Jahrhunderts referenziert. Dies ergibt zusammen einen stimmigen Kurzfilm mit perfekter Musik, guten Effekten, Überraschungen und einem wunderbaren Retro-Charme. Insgesamt bringt der Kurzfilm “Die! Sitter! Die!:  Rupert”, als zweites Segment (nach “Downstairs” (2015)) einer geplanten Anthologie Spannung, Unterhaltung und Schocker zu gleichen Teilen, so dass man sich auf folgende Werke der beiden Boxleitner-Brüder freuen kann.

Bewertung: 7,5/10

Nach zweijähriger Festivaltour, gibt es den Kurzfilm nun auf YouTube zu sehen:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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