“Der Faden der Ariane” (2016)

Kurzfilm / Schweiz / Animation / 2016

Filmkritik: Auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 lief der Schweizer Animationsfilm “Der Faden der Ariane” (OT: “Le Fil d’Ariane”), der mit seiner real wirkenden Geschichte das Publikum auf seine Seite ziehen konnte.

Es beginnt damit, dass die kleine Ariane auf ihrem Balkon mit einem Ball spielt. Als sie diesen verliert, beginnt auch das Erwachsenwerden. Die Jahre ziehen vorbei und Ariane lebt ihr Leben und bekommt die Veränderungen der Welt von ihrem Balkon aus mit.

Der 13-minütige Animationskurzfilm erzählt mit klaren Bilder samt ungeschönten Details von einem normalen Leben. Dabei stellt es ohne moralische Holzhammer-Anwendung die richtigen Fragen nach dem Sinn des Lebens und wie ein gutes Leben geführt wird. Der Balkon als Spiegel für Arianes Seele und als Ausblick auf die Welt ist dafür ein gut gewähltes Sinnbild. Allem Realismus zum Trotz besitzt der Film eine fast naive Bildsprache mit vielen Farben und einfach gehaltenen Zeichnungen. Dies untermalt und kontrastiert gleichermaßen die Geschichte. Auch der Titel, der sich auf Ariadnes Faden aus der griechischen Mythologie bezieht, gibt dem Film noch weitere Interpretationsmöglichkeiten. Das macht den Animationsfilm “Der Faden der Ariane” von Claude Luyet (*1948), der das Drehbuch schrieb, Regie führte und auch mit an den Animationen zeichnete, zu einem sehenswerten und stimmigen Kurzfilm.

Bewertung: 7,5/10

Der Trailer zum Kurzfilm “Der Faden der Ariane”:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu ““Der Faden der Ariane” (2016)

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