“Happy Deathday” (2017)

Filmkritik: Wer kennt und liebt den Klassiker “Und täglich grüßt das Murmeltier” (1993) mit Bill Murray in der Hauptrolle nicht? Der Drehbuchschreiber Scott Lobdell und der Regisseur Christopher Landon schufen mit “Happy Deathday” (OT: “Happy Deathday”, USA, 2017) eine amüsante Horror-Variante des ‘Der Tag wiederholt sich immer und immer wieder’-Prinzips.

Tree (Jessica Rothe) wacht in einer Studentenbude bei Carter (Israel Broussard) auf und tritt daraufhin zerknittert den Walk of Shame an. Zuhause angekommen geht ihr Geburtstag turbulent weiter: Ihre Zimmermitbewohnerin Lori (Ruby Modine) hält eine Geburtstagsüberraschung und eine Standpauke parat. Während eines nachfolgenden Stelldicheins mit ihrem Professor (Charles Aitken) platzt seine Frau herein. Am Abend erreicht sie ihre eigene Party nicht, weil jemand sie umbringt. Doch seltsamerweise erwacht sie am gleichen Tag erneut und alles scheint sich zu wiederholen. Dies gibt Tree die Chance ihren Mörder zu finden oder erneut zu sterben.

© Universal Pictures

Eine sich stetig wiederholende Zeitschleife in einen Horrorfilm einzusetzen ist eine neue Idee, welche dem Film “Happy Deathday” eine interessante Mischung aus Spannung und schwarzem Humor verleiht. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Scott Lobdell (*1963). Zusammen mit dem Regisseur Christopher Landon (*1975) wurde ein Film geschaffen, der nicht nur auf Schockmomente setzt, sondern der Hauptfigur auch ein starkes Entwicklungspotential gibt und sich selbst nie zu ernst nimmt durch die richtige Portion Humor. Nur die Auflösung hinterlässt einen kleinen Nachgeschmack, aber darüber kann man, wenn man will, auch gut hinwegsehen. Der auf dem Campus der Loyola-Universität in New Orleans gedrehte Horrorfilm ist zudem handwerklich sehr gut gemacht. Er setzt die Genre-Elemente gut in Szene und besitzt ein feines Ensemble an Darstellern. Vor allem die Hauptdarstellerin, verkörpert von Jessica Rothe, ist sehr gut besetzt und lässt die Verwandlung von der Collegezicke zur toughen Heldin überzeugend wirken. Das macht “Happy Deathday” zu einem guten Horrofilm mit den richtigen Genreelementen, guten Darstellern, einer stimmigen Atmosphäre und einer guten Portion Humor, welche vor allem für das Zeitschleifenthema wunderbar eingesetzt wird.

© Universal Pictures / Patti Perret

Fazit: Der amerikanische Spielfilm “Happy Deathday” vermischt auf unterhaltsame Weise das Zeitschleifenprinzip à la “Und täglich grüßt das Murmeltier” mit Horrorelementen. Zudem kann er sich formal sehen lassen, bietet guten Humor und überzeugt mit der Wandlung der Hauptfigur, so dass man am Ende gut unterhalten und zufrieden das Kino verlässt.

Bewertung: 7,5/10

Kinostart: 16. November 2017, DVD-Start: 28. Dezember 2018

Der Trailer zum Film:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Pressematerial von Universal Pictures Germany

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