“The Walking Dead” (Staffel 2, 2011-2012)

Serienkritik: Nach ihrem fulminanten Auftakt im Jahr 2010 geht die amerikanische Serie ”The Walking Dead” mit 13 Folgen in die zweite Runde. Dabei schafft sie es, das hohe Niveau zu halten und mit Einführung neuer Schauplätze und Charaktere, sowie den eskalierenden zwischenmenschlichen Beziehungen die Spannung anzuziehen.

Nachdem auch das Seuchenzentrum keinen dauerhaften Unterschlupf bot, machen sich Rick (Andrew Lincoln) und seine Truppe auf, ein neues, sicheres Versteck zu finden, doch eine Autopanne zwingt sie zum Anhalten. Durch einen erneuten Zombieangriff wird die kleine Sophia (Madison Lintz) von der Truppe getrennt. Als auf der Suche nach ihr auch noch Karl (Chandler Riggs) von einem Jäger angeschossen wird, kommen sie vorübergehend in dem Farmhaus von Hershel (Scott Wilson) und seinen Töchtern Maggie (Lauren Cohan) und Beth (Emily Kinney) unter. Von dort macht sich Daryl (Norman Reedus) jeden Tag auf die Suche nach der Tochter von Carol (Melissa McBride) und Karl wird von dem Tierarzt Hershel versorgt. Während die Truppe schon denkt, ein neues Zuhause gefunden zu haben, kommt Hershels Geheimnis zutage und Shane (Jon Bernthal) entfernt sich auf gefährliche Art von der Gruppe.

Der Serienmacher Frank Darabont (*1959) erzählt seine Saga konsequent weiter. Dabei bringt er viele Einzelgeschichten ins Spiel und schafft es, die richtige Mischung aus zwischenmenschlichen Problemen und dem Überleben in dieser Zeit einzufangen. Jeder Erzählstrang gibt mehr Einblick in die Charaktere und bietet Spannung und viel Entwicklungspotential.

Auch kommt in dieser Staffel eine Prise Humor hinzu, doch trotzdem traut sich die Serie drastischen Entwicklungen vorzunehmen, so dass auch in dieser Staffel liebgewonnene Seriencharaktere sterben. Das nimmt die Zuschauer zusätzlich noch emotional mit und schickt diese auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. In diesem Panoptikum werfen die Serienschöpfer auch noch zusätzlich moralische Fragen auf. Das macht jede der 13 Folgen so ungemein vollgepackt, langweilig nie und entfaltet eine ungemeine Sogwirkung.

Dazu trägt natürlich der Cliffhanger der ersten Staffel bei, aber natürlich auch die Inszenierung und die ausgewählten Darsteller. Besonders die neuen Charaktere wurden mit Scott Wilson und Lauren Cohan, welche man später noch in “The Boy” (2016) sehen kann, wunderbar verkörpert, erweitern das narrative und zwischenmenschliche Spektrum und lassen sogar eine sympathische Liebesgeschichte zu. Auch die Locations und die endzeitliche Ausstaffierung überzeugen wieder und machen immer neugierig neue Orte zu entdecken. Abgerundet wird das alles von einem passenden Score und der hervorragenden maskenbildnerischen Leistung, sodass auch die zweite Staffel der Serie “The Walking Dead” rundum gelungen ist.

Fazit: Im Jahr 2011 wird die hochgelobte Serie “The Walking Dead” mit 13 Folgen in einer zweiten Staffel fortgeführt. Sie schafft es mit ihrem Look, den großartigen Darstellern und vor allem der komplexen und mit viel Inhalt gefüllten Geschichte alle Erwartungen zu erfüllen, wenn nicht gar zu übertreffen. Spätestens ab dieser Staffel kann man nicht mehr von der Serie lassen und schaut gewiss gleich die dritte Staffel im Anschluss an.

Bewertung 5/5

DerTrailer zur 2. Staffel:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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