„Bad Spies“ (2018)

Filmkritik: Fast genauso lang wie es Spionage-Filme gibt, gibt es auch schon Komödien, welche dieses Genre auf die Schippe nehmen. Die “Nackte Kanone”-Reihe (1988-1994), “Johnny English” (2003) sowie “Get Smart” (2008) haben es vorgemacht. Jetzt ziehen weibliche Comedians nach und so konnten wir vor drei Jahren Melissa McCarthy in “Spy” bei der Spionagearbeit beobachten. Der Film “Bad Spies” (OT: “The Spy Who Dumped Me”, USA, 2018) springt auf diesen Zug auf und liefert mit seinen beiden Hauptdarstellerinnen Mila Kunis und Kate McKinnon souveräne Unterhaltung.

Audrey (Mila Kunis) ist frustriert. Ihr Freund Drew (Justin Theroux) hat sie an ihrem Geburtstag per Textnachricht verlassen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Morgan Freeman (Kate McKinnon) will sie mit allem abschließen. Doch auf einmal tritt die CIA auf sie zu und erklärt ihr, dass ihr Ex-Freund ein Spion ist. Als kurz danach Drew auftaucht und sie um den Gefallen bittet, etwas für ihn nach Wien zu bringen, machen sich die beiden Freundinnen auf den Weg und geraten in eine Sache, die größer ist, als sie je erwartet haben.

Viel Neues darf von diesem Film nicht erwarten. Munter werden hier Klischees und Stereotypen aufs Korn genommen. Das beginnt schon bei dem Originaltitel, der übersetzt so viel heißt wie ‘Der Spion, der mit mir Schluss gemacht hat’. Dieser spielt unverkennbar auf den James Bond Klassiker “Der Spion, der mich liebte” von 1977 an. So geht es munter den ganzen Film weiter und typische Wendungen sind vorprogrammiert. Doch trotzdem bereitet der Film von Susanna Fogel, welche zusammen mit dem fleißigen Serienschreiber David Iserson das Drehbuch schrieb, Vergnügen. Der Film ist typische Kinounterhaltung, der besonders von seinen beiden Hauptdarstellerinnen lebt. Mila Kunis (gesehen in “Black Swan” (2010) und “Bad Moms” (2016)), welche seit kurzem ihre Liebe fürs Komödienfach entdeckt hat, und die aus SNL (Saturday Night Live) bekannte Komödiantin Kate McKinnon, welche schon fabelhaft in der Neuverfilmung “Ghostbusters” (2016) war, spielen hier die beiden besten Freundinnen. Zusammen mit den beiden macht es Spaß, ganz genretypisch an verschiedene Orte zu reisen und den Bösewichten auf die Schliche zukommen. Dadurch macht es auch nichts, das nicht jeder Witz zündet oder auch mal unter die Gürtellinie schlägt. Abgerundet wird das Ganze von einem stimmigen Nebendarstellerensemble u.a. von Gillian Anderson (“Akte X” (1993-2018), “Mr. Morgans Last Love” (2013)) und Justin Theroux (“Mulholland Drive” (2001), “Girl on the Train” (2016)). Hinzukommen gut besetzte unbekannte Gesichtern wie Ivanna Sakhno als russisches Sportlerin und Foltermädchen. Story, Zitatenfreude, genretypische Umsetzung und der Cast ergeben eine unterhaltsame Mischung, welche das Genre nicht neu erfinden möchte, sondern die Zuschauer zum Lachen bringen und das funktioniert in den meisten Fällen, vor allem durch seine unerwartete Härte hier und da, sehr gut.

Fazit: Der Spielfilm “Bad Spies”, in den Hauptrollen mit Mila Kunis und Kate McKinnon stark besetzt, nimmt das Spionage-Genre mit allen Wendungen, Kniffen und Stereotypen aufs Korn. Das bereitet die meiste Zeit viel Freude und kann die Zuschauer wunderbar unterhalten. Auch wenn es keine Neuerungen bringt, zeigt der Film dagegen sehr gut, dass Frauen ebenfalls das Komödienfach beherrschen, wenn nicht sogar besser als ihre männlichen Kollegen.

Bewertung: 6/10

Kinostart: 30. August 2018, DVD-Start: noch unbekannt

Der Trailer:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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