„DeKalb Elementary“ (2017)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2017

Filmkritik: Zu den Nominierten für den besten Kurzfilm auf der 90. Oscarverleihung gehörte auch der Kurzfilm “DeKalb Elementary” des Regisseurs Reed van Dyk. Dieser griff mit seiner Geschichte über einen Amoklauf ein sensibles Thema auf und schien der perfekte Preisträger zu sein. Auch wenn der Preis schlussendlich an “The Silent Child” (2017) ging, hätte er es ebenfalls wahrlich verdient, denn der Film ist packend und sensibel zugleich und zudem noch nach einer wahren Geschichte.

Eines Morgens dringt ein bewaffneter Mann (Bo Mitchell) in eine Grundschule ein. Die Büroangestellte Lakisha (Shinelle Azoroh) versucht mit ihm zu reden und wählt den Notruf.

Als der Filmstudent Reed van Dyk für sein Langfilmdrehbuch recherchierte, wie ein Telefonprotokoll beim Notruf 911 auszusehen hatte, fand er die wahre Geschichte der Ereignisse an einer Grundschule in Georgia im Jahr 2013. Ein 20-jähriger Mann namens Michael Branson Hill betrat mit einer AK-47 das Schulgebäude. Die weiteren Ereignissen führten dazu, dass die Büroangestellte Antoinette Tuff zu einer lokalen Heldin wurde. Diese Geschichte fesselte ihn so sehr, dass er sie zum Thema seines neuen Kurzfilms machte. Dabei hat dieses Thema leider bis heute nichts an Aktualität verloren. Doch der Blick, den van Dyk wählte, ist kein sensationshascherischer, sondern ein emphatischer, unaufgeregter, ja fast dokumentarischer. Dabei werden die Ereignisse nicht vorn herein gewertet oder in eine Schublade gesteckt, sondern mit einem objektiven Blick erzählt. Trotz seiner ruhigen Erzählweise ist der Zuschauer angespannt und gespannt auf den Ausgang der 20-minütigen Geschichte, der hier auch nicht verraten werden soll. Das macht Reed van Dyks “DeKalb Elementary” zu einem besonderen Film über dieses Thema, welcher unter die Haut geht und im Gedächtnis bleibt.

Bewertung: 8/10

Der Trailer des Kurzfilms “DeKalb Elementary”

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Ein Gedanke zu “„DeKalb Elementary“ (2017)

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