„L’ora del buio“ (2017)

Kurzfilm / Italien / Fiktion / 2017

Filmkritik: Der italienische Kurzfilm „L’ora del buio“ (AT: „The Hour of Darkness“), gesehen in der ‚Shock Block‘-Reihe auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival, weiß, wie man mit einfachen Mitteln eine enorme Spannung aufbaut.

 

Die kleine Sofia (Maria Disegna) wird in einem dunklen Kellerraum von einer unheimlichen Frau (Lucia Batassa) gefangen gehalten. Als sie ihr Telefon in die Hände bekommt, sieht sie die Möglichkeit endlich Hilfe zu rufen. Die Telefonistin (Ilaria Giachi) auf der anderen Seite der Leitung will helfen, doch dafür muss Sofia herausfinden, wo sie ist.

Der Regisseur und Drehbuchautor Domenico de Feudis schuf mit dem Kurzfilm „L’ora del buio“ ein packendes Horrorstück und einen perfekten Einstieg in einen Langfilm. Mit der wunderbaren Schauspielerin Maria Disegna, welche die Sofia in all ihrer Zerbrechlichkeit einfängt, aber der Zuschauer trotzdem ein gewisses Unbehagen verspürt, ob die Geschichte so wahr sein kann, und einfachen Mitteln schafft es der Film, eine enorme Spannung aufzubauen. Die Angst der kleinen Sofia und die Bedrohung sind förmlich spürbar. Beschränkt hat er sich dabei auf einen Kellerraum, welchen er mit einer fließenden Kameraarbeit einfängt und so die beschränkten Fluchtmöglichkeiten spürbar macht. In den letzten Minuten gibt er dem Zuschauer eine Art von Gewissheit und den Drang zu erfahren, wie diese Geschichte weitergeht und was genau dahinter steckt. Der italienische Horrorfilm „L’ora del buio“ von nur 12 Minuten Länge hat es in sich und man wünscht sich eine Langfilm-Umsetzung.

Maria Disegna

Fazit: Der Kurzfilm „L’ora del buio“ von Domenico de Feudis ist ein wunderbar gelungener Prolog zu einem möglichen Langfilm. In kürzester Zeit und mit herausragenden Darstellern schafft er es enorme Spannung aufzubauen und die Kinozuschauer mit seiner überraschenden Geschichte, welche tief im Genre verankert ist, zu gruseln.

Bewertung: 8/10

Aber überzeug Dich selbst vom Kurzfilm „L’ora del buio“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„L’ora del buio“ (2017)

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