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Kurzfilm / Belgien / Animation / 2016
Filmkritik: Der belgische Kurzfilm „Catherine“ von Britt Raes, welcher u.a. auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival 2018 lief, ist ein Film für Katzenliebhaber:innen und für Fans von bissigem Humor und zeigt, wie schnell man zu einer alten Katzenlady werden kann.
Catherine liebt ihre Katze. Schon von klein auf waren ihr Tiere lieber als Menschen. Mit den Jahren stirbt zwar immer mal wieder ein Haustier, aber die Kontaktaufnahmen zu anderen Menschen sind meistens noch schmerzlicher.
Die belgische Filmemacherin Britt Raes (*1986) schuf mit „Catherine“ einen kunterbunten Animationsfilm, der nur auf den ersten Blick für Kinder geeignet scheint. Die bitterböse Geschichte um die kleine Catherine und ihr unglückliches Händchen für Tiere ist einerseits traurig und melancholisch, aber andererseits auch ein großer Spaß. Denn die Regisseurin Raes, welche auch das Drehbuch dazu schrieb, vergisst darüber hinaus nicht die richtige Portion Gefühl. Jede:r Tierhalter:in kann die Liebe zu den Haustieren nachvollziehen und jede schüchterne Person den schwierigen Umgang mit anderen Menschen ebenso. Wunderbar überdreht, aber gleichzeitig nah an der Realität erzählt der Kurzfilm dabei seine Geschichte. Zudem kann sie mit ihren Animationen begeistern. Sie besitzen eine eingeschränkte, aber äußerst passende Farbpalette und irgendwie sind die Tiere auch schöner anzusehen als die Menschen. Der Film lebt von pointierten Dialogen und überzeugt auch auf tonaler Ebene. Der finnische Comedian Rudi Rok vertonte alle Tierstimmen und gab dem Film so eine besondere Note. Im Gesamten ist Britt Raes‘ Kurzfilm „Catherine“ ein wunderbar animierter Kurzfilm mit viel schwarzem Humor, aber auch genauso viel Herz.
Fazit: Der 12-minütige Kurzfilm „Catherine“ der belgischen Regisseurin Britt Raes ist Animationskunst vom Feinsten. Mit treffsicheren, aber in Farbigkeit und Details reduzierten Bildern erzählt sie eine bitterböse Geschichte voller Gefühl und Humor.
Bewertung: 8/10
Schau Dir den Kurzfilm „Catherine“ hier an:
geschrieben von Doreen Matthei
Quellen:
- 19. Landshuter Kurzfilmfestival 2018 – Katalog (Wettbewerb ‘Europe in 19 Minutes’)
- 30. Filmfest Dresden 2018 – Katalog (Programm ‘Open air’)
- Doreen Matthei, ‚Sechs Fragen an Britt Raes‘, http://www.testkammer.com, 2018
- Ben Mitchell, ‚Interview with „Catherine“ director Britt Raes‚, www,skwigly.co.uk, 2017
- Eintrag des Kurzfilms „Catherine“ beim Portal „Film Freeway“
- Kurzvorstellung des Kurzfilms „Catherine“ im „Showroom Studio“

3 Gedanken zu “„Catherine“ (2016)”