„Wildschaden“ (2018)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2018

Filmkritik: Der deutsche Filmemacher Marcus Siebler macht mit seiner Produktionsfirma Dramfilm schon seit längerem Filme. Sein neuester Film „Wildschaden“ lief erfolgreich im Regionalfilmblock auf der 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg und bekam am Ende eine Lobende Erwähnung. 

Stephanie Zella-Mehlis (Annika Ziegltrum) ist abends nach einer Theaterprobe auf dem Weg nach Hause. Auf der dunklen Straße fährt sie ein Reh an. Jetzt heißt es warten, bis der Jäger kommt.

Der zwölfminütige Kurzfilm „Wildschaden“ erzählt eine Alltagsgeschichte, vor allem wenn man in einer ländlichen Gegend lebt, aber gleichzeitig ist er auch ein Charakterportrait einer exzentrischen Frauenfigur. Mit kleinen Verweisen auf die Figur Blanche DuBois aus dem Tennessee Williams’ Stück „Endstation Sehnsucht“ und mit unzähligen realen Vorbildern wurde hier die Protagonistin geschaffen. Genau dieser Realitätsbezug macht den Kurzfilm so überzeugend und ist gleichzeitig die Quelle für den pointierten Humor. Der Regisseur Marcus Siebler (*1981), der auch das Drehbuch dazu schrieb, entschied sich zusätzlich noch dafür, seine Geschichte als One-Taker zu inszenieren. Neben technischen Herausforderungen ist es eine besondere Art für die Schauspieler vor der Kamera zu agieren. Seine Hauptdarstellerin Annika Ziegltrum, die schon mehrmals mit dem Regisseur zusammengearbeitet hat, macht das hervorragend und erweckt Stephanie Zella-Mehlis zum Leben. Geschichte, Inszenierung und eine überzeugende Schauspielleistung machen den Charme des Kurzfilms aus, so dass man auf weitere Projekte gespannt sein kann.

Fazit: Der bayerische Kurzfilm „Wildschaden“ erzählt als ein One-Taker die Geschichte eines Wildunfalls. Dabei schafft es der Regisseur und Autor Marcus Siebler zusammen mit seiner gut ausgewählten Hauptdarstellerin Annika Ziegltrum eine humorvolle, realitätsnahe Geschichte mit einer treffsicheren Charakterstudie zu verbinden. Diese Mischung macht den Film sehr unterhaltsam.  

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

3 Gedanken zu “„Wildschaden“ (2018)

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